unbekannter Gast

Gössler, Wolf#


* 5. 5. 1944, St. Martin am Wöllmnisberg


Bildhauer, Maler, Karikaturist, Philosoph


Wolf Gössler
Gössler in seiner Werkstätte
© Mag. Anna Geiger
Wolf Gössler
W. Gössler
© Mag. A. Geiger

1961 - 63 Gastschüler an der Grazer Kunstgewerbeschule bei R. Szyskowitz

Seit 1963 Studium zahlreicher alter Kunsttechniken- und Stile in domo Studium der Philosophie, Sprachwissenschaft, Indologie, Kunstgeschichte, Volkskunde, Ethnologie, Kulturgeschichte, Religionswissenschaft, Soziologie in Wien und Graz

1970 Abschluß als Kandidat der Philosophie

Seit 1976 im 3. Orden der Franziskaner, spirituelle Bemühungen, passionierter Mykologe vielmehr Schwammerlsucher, Wildspargelsucher, Kastanienklauber- und Brater, Holzhacker, Leseratte zum eigenen Unglück und verhinderter Bibliophiler, Maniker, auferstandener Depressiver, Hobbygärtner, Obstbaumschneider- und Veredler, Orchideen- und Distelfan, Blumenadorant, Kräuterfex ...

Seit den 70er Jahren Arbeiten und Studien regelmäßig im Winter-Halbjahr in den folgenden Ländern: Indien, Marokko, Tunesien, Italien, Griechenland, Spanien, Israel, Ägypten, Emirate, Pakistan, Jugoslawien, Ungarn, Mähren, Irland und Peru.






Wolf Gössler
W. Gössler
© Mag. Anna Geiger
Wolf Gössler
W. Gössler
© Mag. Anna Geiger

Lebt in Graz, Maygasse 3,
8010 Graz
Tel. 031 6/8421 11



Personalausstellungen#

  • 1964 Graz, Joanneum Ecksaal
  • 1965 Wien, Galerie Fünfhaus
  • 1977 Graz, Neue Galerie
  • 1977 Graz, KHJ-Heim, Münzgraben
  • 1977 Graz, Steirische Akademie
  • 1982 Graz, Salon der Störrischen Naiven
Gössler, Holzschnitt

© W. Gössler
Drucke von Holzschnitten
Drucke von Holzschnitten
  • 1982 Straden, Galerie Rauch
  • 1983 Kurukshetra, Indien, UNI
  • 1987 Lima, Feria Nazional
  • 1987 Oxapampa, Peru, Stadtbibliothek
  • 1991 Graz, Delta-Werbung
  • 1994 Graz, Galerie bei St. Andrä
  • 2001 Graz, Ganesha, Zu duschen statt kuschen
  • Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland.




Werkbeschreibung im Detail#


  • 1968 -1970 Dissertation – Volkskunde: Das Echt Original


Wohnungskunst und Kunstblumen

Wolf Gössler
© W. Gössler
Zur modernen Wohnungskultur und Geschmackstendenzen im 20. Jahrhundert


Die Gemäldegalerien in Meterware, die Produzenten der Echten Originale, Wohnungsschmuck in Großkaufhäusern und beim Heimatwerk, auf Märkten und Fetzenmärkten zeigen ein steigendes Interesse des Bürgers an scheinbar originaler Kunst. Diese Tendenz kommt von den Malern des 19. Jhds, von der Neoromantik in demselben, vervielfacht von der Fotografie von menschenleeren Landschaften, von Panoramadarstellungen und Abstraktionen in Volks- und Völkerkunde. Von der Kunsterziehungsbewegung und der malenden Prominenz, Neoromantik der Faschisten (Kraft durch Freude, Kunst ins Volk) und neueren Romantizismen, welche sich eingehender und zusammenfassender Bewertung entziehen und höchstens zu Konfusionen führen. Dennoch hat diese frühe - 1968 - und erregende, aber unveröffentlichte und nicht aprobierte Bearbeitung der Stadtvolkskunde und der soziale Sicht der Volkskunde so starke Impulse gegeben, dass heute bereits öffentliche Literatur darüber existiert und die Einrichtung des Volkskundemuseums unter dem Gesichtspunkt des „möblierten Sinnes“ vorgenommen werden konnte.






Werkzeichnung
Eine der seltenen Werkzeichnungen
© W. Gössler

  • 1972 Orbis pictus elargatus

Kinderbuch mit Holzschnitten der vergleichenden indoeuropäischen Sprachen, zur Stimulierung des Sprachgefühls der Kinder und der Eltern (mit lautschriftlicher Transkription) aus den Gebieten: Zahl, Familie, Landwirtschaft. Nicht ediert.











Figurengruppe
Figurengruppe in der Werkstätte
© Mag. Anna Geiger

  • 1973 Neue Zeit – Illustrationen


  • 1976 … Bismillah, In Gottes Namen, Namasdev; Holzschnittmappe


  • 1979 und 1999 Drama – Epiphania Infernalis
(Die Theatertherapiegruppe im Feldhof probt die Erscheinung Jesu dort selbst)


I Akt

Das Spiel beginnt mit Inversionen und Stolpern, plötzlich dröhnt aus dem ganzen Saal der Hymnus an den manischen Schub, die letzte Ekstase der Mystiker.


II Akt

Vorstellung der Patienten vor einer interessierten Journalistin im Kontrast zur Beschreibung der schönen Situation im Feldhof, interne Querelen.

Gruppierter Akt
Gruppierter Akt
© W. Gössler


III Akt

Das Spiel beginnt wirklich, der Visionär leitet als Regisseur die Darstellung seiner Version Jesu im Schub. Vorausgeplanter Skandal.


IV Akt

Abführung der Patienten, Bemerkungen zu Jesu Witz und seine Frauenverehrung, Hymnus an die Matrix tou ontou.


V Akt

Die Wirkung des Sordinol, heute Cissordinol und anderer Neuroleptika oder wie man todsicher eine tödliche Krankheit setzen kann ohne die strafrechtlichen Folgen fürchten zu müssen: Die Protagonisten stellen die periphere Lähmung, die zentrale Stimulierung, Agitierung und die Langzeitwirkung der Neuroleptika - speziell des Sordinol -, die vollen gesellschaftlichen Folgen und die schönen Aussichten dar. Arzt und Pfleger werden unruhig und bestrafen die Patienten für die Indiskretion mit dem Verbot der Theatertherapie bis auf Weiteres.

VI Akt

Cauda: Korolarien zur Behandlung, eine andere Art der Publikumsbeschimpfung zur Anregung der Gesellschaft in deren Namen hier gemordet und gefoltert wird.

Athene
Parisurteil:
Athene

© W.Gössler

Parisurteil
Hera, Venus, Paris, Hermes, Athene
100 cm, Robinie
© W.Gössler

Steir. Panther
Steirischer Panther
15 cm, Cistrose

© W.Gössler

Der Aufstand, die Kritik 1976 an den Zuständen der Psychiatrie hat zur Reorganisierung derselben geführt (Demokratisierung, soziale Beteiligung der Patienten, Gemeindepsychiatrie).


Die Reformen sind wieder eingeschlafen, was zum Rückfall in alte Bahnen führte. Daher erfolgte 1999 die Fertigstellung dieses Proteststückes, um die Aufnahme von Therapietheater anzuregen, und die Gesellschaft aufzurütteln in deren Namen und zu deren "angeblichen" Schutz diese verdeckten Morde, ja Massaker veranstaltet werden.

Fliegender Jäger
Fliegender Jäger, Guache 15x10 cm
© Mag. Anna Geiger

Pinselzeichnung
Pinselzeichnungen mit alter Schultinte
© W. Gössler

Pinselzeichnung


  • 1983 Denkmal Sterz – Illustrationen


  • 2001 Extra-Korso: Duschen statt Kuschen, Kampfschrift für das Recht auf ein Bad


  • 2001 Vortragsreihe im Radio Helsinki – jeden Samstag von 19:30 Uhr bis 20:00 Uhr von Juni bis September




"Leben Vor Dem Tod"


Wolf Gössler
© W. Gössler
Aufgrund von Nietzsches Glauben an ein Leben vor dem Tod und der Zunahme riskanter, selbstmörderischer Sportbetätigung der Jungen (Kick durch Gefahr), und der Drogenproblematik versuchte ich zu zeigen, dass der Kick von einer Nah-Tod-Erfahrung ausgelöst wird, die durch harmlose esoterische Übungen (Fasten, Schnauben, Hyperventilieren, Schlafabbrechen, Atem anhalten, Singen, Pilgerfahrten, Meditation…) auch erreicht werden kann und insofern auch die Drogenabhängigkeit obsolet zu machen imstande wäre. Eingehen auf Praxis, Hormonerklärungen: Adrenalin zur Stärkung, Dopamin zum Vergessen, Serotonin zur Nüchternheit und Wachheit, Endorphin zur Glückseligkeit. Historische Beobachtungen: Chiliasmen aller Zeiten, Manierismen, Todessehnsüchte des Barock Memento mori. Das Echo war enden wollend. So leicht lässt sich die Sucht nach Unterhaltung durch Gefahr, nach Extremsport und Kick durch gefahrlose Spiritualität nicht ablenken, ebenso wenig wie die nach den Vergnügungen der Droge.


  • 2004 Glück - Sterz: Aufsatz und Illustrationen – Nicht ediert


  • 2005 Utopie – Sterz: Illustrationen





Portätköpfe
Portätköpfe in Terra cotta
© Mag. Anna Geiger

Tod und Mädchen
Tod und Mädchen

110 cm, Robinie
© W. Gössler

Tod und Mädchen


90cm, Hollunder gebeitzt
© W. Gössler


Gössler's Arbeiten im öffentlichen Raum#

In Peru-Bezirk Chimbote:

Oxapampa: Skulpturen geraubt in diversen Bars


Moro:

1. Hl. Fanziskus, kniend 170 cm Alcamfor (vor der Kirche am Hauptplatz)
2. Hochaltar der Kirche ( Hl. Martin de Porres, Kruzifix, hl. Rosa von Lima) 200cm Kiefernholz


Jimbe:

1. Kirchenfassade (Moses, Christus resurrectus, hl.Geist-Taube) Secco 120 cm
2. St. Martin de Porres, Relief in Nuss , 150 cm, an der Kirche


Graden bei Köflach:

1. Hl. Herz Jesu' Linde gefasst und vergoldet, 80 cm
2. Christus resurrectus und Hl. Barbara, Secco auf Aufbahrungshalle, 200 cm
3. Zwei Evangelienkapellen, Christus resurrectus, Schutzmantel-Madonna, Hl. Christopherus, Frescos ca. 100 cm
4. Hl. Oswald, Mosaik, 80 cm

Neudau:

Sonnenuhr, Fresco 400x200 cm (hl. Elisabeth und Agathe –Kaufhaus Ems)


Hitzendorf Schloss Schütting, Neureiteregg:

1. Trompe l'oeil Fenster 200x 150 cm, Secco
2. Telefonhäuschen


Trofaiach: Gasthaus an der Hauptstrasse

Fenster mit Hl. Barbara, 120 cm Fresco


Graz:

1. Feuerbachgasse 8, der Rufer, 100 cm Kunststein
2. Terassenhaussiedlung St. Peter-Hauptstrasse 31 D "Fest der Tiere" Secco auf Beton 1500x 400 cm
3. Ostbahnhof, nördliche Stiege „Aufstieg in den Himmel“ Secco 700 cm (Türschlüssel: Sophie Elmandou)


Kaindorf: Kirche beim Gemeindeamt

1. Kruzifix, 200 cm Kirsch
2. Hl. Konrad von Pazham, 150 cm Kirsch


Villach: Kirche der Altkatholiken in der Burg

1. Hl. Jakob, Fresco 250 cm
2. Hl.Heinrich und Hl. Kunigunde, Fresco 250 cm
3. Zwei Cherubim, Fresco 100 cm


München: DI Meindl, Anna Dandlerstrasse 4 Nymphenburg

1. Don Quichote, Linde Relief, gebeizt und versilbert, 250x20 cm
2. Figurenofen "Najade auf Delphin reitend" Keramik glasiert, 280 cm