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Nives Widauer#


Von der Wiener Zeitung (Freitag, 7. Dezember 2012) freundlicherweise zur Verfügung gestellt.


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© Nives Widauer
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© Nives Widauer


"Nives Widauer hat einen außerordentlichen wachen Blick auf alles, was die Wirklichkeit gedankenlos vor sich hin produziert und was wir dann in der Regel fraglos als das Wirkliche akzeptieren. So ist’s halt, so und nicht anders. Wer stellte einen Baum in Frage, einen Berg? Wer die vielfältigen Produkte von Menschenhand? Töpfe gibt’s nun einmal, genauso wie Straßenbahnen, Daunenkissen oder Vorlagen für fleißig stickende Mädchen. Das Sticken gehört auch zu unserer wirklichen Welt, für den einen weniger, für die andere mehr. In Nives Widauer muss - neben ihrer offenkundigen gestalterischen Begabung - etwas Widerständiges leben, etwas Utopisches auch, das sich mit dem Vorgegebenen nicht begnügen will. Etwas Schwarzes zudem, das mit den Ängsten der Menschen zu tun hat - und, wer weiß, mit ihren eigenen -, denn ihre Eingriffe in das Wirkliche haben mehr als oft etwas Bedrohliches. Jäh bricht die Katastrophe in die vermeintliche Idylle. So heißt ihre neue Folge von Wirklichkeitseingriffen denn auch ,minor catastrophies‘, kleinere Katastrophen also." (Urs Widmer)


Werdegang#

Geboren 1965 in Basel, Studium von 1987-1990 an Schule für Gestaltung in Basel (bei René Pulfer and Enrique Fontanilles, Audivisual Art). Seit 1989 Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, Performances, Theaterprojekte, Bücher und Filme, zahlreiche Preise und Stipendien.
Lebt und arbeitet in Wien.


Die Abbildungen stammen aus dem Buch "Minor Catastrophies, Nr 1- 66", erschienen im Czernin-Verlag.


--> www.widauer.net



Wiener Zeitung, Freitag, 7. Dezember 2012