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Aggstein#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Burgruine Aggstein
Burgruine Aggstein
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Die Gemeinde Schönbühel-Aggsbach liegt am rechten Donauufer in der Wachau (Niederösterreich). Sie wird überragt von der Burgruine Aggstein, die sich auf einem steilem Felsen erhebt. Wegen ihrer Größe und geschichtlichen Bedeutung gilt sie als eine der wichtigsten derartigen Anlagen in Österreich. Die 300 m über dem Ort gelegene Ruine bietet einen imposanten Ausblick über das Donautal.

Neueste Forschungen datieren die ältesten Mauerreste in die Zeit um 1200. Die im Besitz der Kuenringer befindliche Burg wurde 1231 und 1296 zerstört. 1429 belehnte Herzog Albrecht V. (später Kaiser Albrecht II.) Jörg Scheck vom Wald mit der Burg, der sie wieder errichtete.
 1606 ließ Anna von Polheim-Parz, die erste private Eigentümerin,die Mittelburg ausbauen. Im 17. Jahrhundert begann die Anlage zu verfallen. Jetzt ist sie im Besitz der Grafen Seilern-Aspang, die 2003/2004 für umfassende Revitalisierungsarbeiten des bekannten Ausflugszieles sorgten. Die gotische Kapelle (15. Jahrhundert) steht wieder für Trauungen zur Verfügung, ein neuer Rittersaal für Veranstaltungen und Bankette. Im Nebentrakt ist eine historische Dokumentation zu sehen.

Der mehr als 100 m lange Bau besteht aus Vor-, Mittel- und Hauptburg, Halsgraben, Tor- und Verliesturm, der gotischen Kapelle, Küche und Speisehaus, Brunnenhof, einer Schildmauer sowie der Ringmauer mit dem ehemaligen Wehrgang. Eine 6,5 m hohe Holztreppe führt zum Eingangstor der Hochburg, von welcher der dreistöckige Frauenturm und der Palas erhalten sind. Außerhalb der Burganlage befindet sich ein 4 m breiter und 10 m langer Felsvorsprung („Rosengärtlein"), der zur Aussetzung von Gefangenen gedient haben soll.

Quelle#

  • Georg Clam Martinic Österreichisches Burgenlexikon - Schlösser, Burgen und Ruinen. Wien 1991

Redaktion: hmw