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Almrausch#

Heimatlexikon - Unser Österreich

"Heimatlexikon - Unser Österreich"#

Ein Projekt von ServusTV in Zusammenarbeit mit dem Austria-Forum

Almrausch
Behaarte Alpenrose
© Fritz Bayerl-Autor

Der "Almrausch" kommt in zwei Versionen vor: Die Rostbraune Alpenrose (Rhododendron ferrugineum ) unterscheidet sich von der Wimper-Alpenrose oder Behaarten-Alpenrose (Rhododendron hirsutum ) nur durch die bräunliche Färbung der Unterseite der Blätter, und das Fehlen der "Wimpern" (Härchen) am Blattrand.

Der Almrausch ist also ein gutes Beispiel dafür, dass man Blumen an der Blüte allein in vielen Fällen prinzipiell nicht erkennen kann.

Als eine der schönsten Alpenblumen suchen vor allem unzählige Bergtouristen nach dieser Blume, die mit ihren purpurnen Blüten einen magischen Anziehungspunkt in der herrlichen Bergwelt unserer Heimat darstellt. Die "rostblättrige Alpenrose" (Rhododendron ferruineum) bevorzugt Granit und andere Urgesteine. Der Lebensraum der behaarten Alpenrose (Rhododendron hirsutum), deren Blätter nicht lederartig kahl, sondern feingekerbt und gewimpert sind, liegt in den oberen Regionen der Kalkalpen. Beide Arten blühen in den Sommermonaten bis zum September.


Bewimperte Alpenrose
Behaarte Alpenrose
© Herbert Schliefsteiner

Behaarte Alpenrose
Behaarte Alpenrose
© Fritz Bayerl

Bewimperte Alpenrose
Behaarte Alpenrose- Härchen gut erkennbar
© Hermann Maurer

Bewimperte Alpenrose/Rhododendron hirsutum#

Wimper-Alpenrose, Behaarte Alpenrose, "Almrausch"

Familie: Heidekrautgewächse

Beschreibung: Der immergrüne Strauch mit stark buschigem Wuchs erreicht Wuchshöhen von 20 bis 100cm. Die kräftigen Äste und Zweige sind dicht verzweigt. Junge Triebe sind zerstreut behaart und nur wenig beschuppt. Die Blätter sind kurz gestielt. Der Blattrand ist fein gekerbt bis ganzrandig. Der Blattrand ist deutlich bewimpert. Die Blätter sind auf beiden Seiten grün und drüsig punktiert. Die Oberseite ist glänzend hellgrün und kahl.

Die lang gestielten Blüten stehen an den Zweigenden in kopfig gedrängten Trauben. Die Krone ist glockig-trichterförmig und leuchtend hellrot. Sie ist außen mit Drüsenschuppen versehen und innen behaart. Die Staubblätter sind ungleich lang und am Grund behaart.

Blütezeit: Mai bis Juli (selten bis Oktober). Sie bildet ab August reifende Kapselfrüchte, die oval und holzig sind. Innen befinden sich zahlreiche sehr kleine, hellbraune Samen.

Standort: Von 1.500 bis 2.800 und bevorzugt Kalkböden.

Verbreitung: Im gesamten Alpenraum mit einem Schwerpunkt in den Nördlichen und Südlichen Kalkalpen.

Rostrote Alpenrose
Rostrote Alpenrose
© Hilde und Willi Senft

Rostrote Alpenrose
Rostrote Alpenrose mit Feistringstein im Hintergrund
© Fritz Bayerl

Der im letzten Bild sichtbare (große) Feistringstein (1836 m) liegt im Hochschwab, nahe Aflenz. Aflenz, Steiermark .

Rostbraune Alpenrose/Rhododendron ferrugineum#

Rostrote Alpenrose, Rost-Alpenrose, Rostblättrige Alpenrose, "Almrausch"

Familie: Heidekrautgewächse

Beschreibung: Der immergrüne Strauch mit stark buschigem Wuchs erreicht Wuchshöhen von 30 bis 130 cm. Die kräftigen Äste und Zweige sind reich verzweigt. Junge Triebe sind rotbraun beschuppt. Die ledrigen und festen Blätter haben einen mehr oder weniger umgerollten Blattrand der fein gezähnt ist. Die Blätter sind oberseits glänzend dunkelgrün und kahl. Im Alter werden sie dann durch Schuppenhaare rostbraun. Sie verbleiben nur etwa zwei Jahre am Strauch. Die gestielten Blüten stehen zu mehreren in einer gedrängten, endständigen Traube. Die innen behaarte Krone ist breit-trichterförmig und tiefrosa bis kräftig rot. Die zehn Staubblätter überragen nicht die Krone und sind am Grund behaart.

Blütezeit: Mai bis Juli.

Die ab August reifenden bräunlichen Kapselfrüchte sind holzig und enthalten viele extrem leichte Samen die vom Wind verbreitet werden.

Standort: Auf Granit, Silikat und sauren Böden von 1.500 bis 2.800m

Verbreitung: In den Alpen in den silikatischen Zentralalpen häufig, in den Kalkalpen selten.

Quellen#


Redaktion: Hermann Maurer