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Alpenampfer/Rumex alpinus#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Alpenampfer
Alpenampfer
© Hilde und Willi Senft

Alpen-Ampfer

Rund um die mit Stickstoff überdüngten Böden der Almhütten zeigen sich oft große Flächen mit Alpenampfer, dessen riesige Blätter alle anderen Pflanzen unterdrücken. Wegen dieser auffallend breiten Blätter wird der Ampfer im Volksmund auch gerne Plotschn oder Sauplotschn genannt. Infolge seines außerordentlich widerstandsfähigen Wurzelstocks und der langen Keimfähigkeit der Samen (bis zu 13 Jahre!) ist es sehr schwierig, den einmal angesiedelten Alpenampfer zu vertreiben. Die Pflanze hat auch eine unglaubliche Wuchskraft, und unmittelbar nach der Schneeschmelze sehen wir schon rund um die Almhütten die kleinen, gelblichgrünen bis kupferroten Blätter austreiben, welchen schon nach 8 Tagen die ersten Blütenstände folgen.

Lediglich die jungen Blätter werden vom Vieh gefressen. Die in manchen Gebieten der Alpen für die Pflanze verwendeten Bezeichnungen (wie Butterplätschn oder Schmalzplätschn) weisen daraufhin, daß man früher die auf der Alm erzeugte Butter zur Kühlhaltung in die Blätter eingewickelt hat.

Der Alpenampfer gehört zu den Kreuzblumengewächsen (Polygalaceae).

Die Pflanze wird 75-200cm hoch. Die Blätter sind grundständig, lang gestielt und rundlich-herzförmig. Die Stängelblätter sind lanzettlich. Die Blütenrispe ist stark verzweig und reichblütig. Die Blüten sind grünlich und die Frucht ist rotbraun.

Man findet sie verbreitet und häufig auf Viehläger von etwa 1000 bis 2500m. Sie ist eine wenig anspruchsvolle Pflanze und blüht von Juni bis August.

Quellen#

  • Naturführer Österreich (1981) von Herbert Schliefsteiner et al.
  • Hilde und Willi Senft. Die schönsten Almen Österreichs. Brauchtum & Natur - erwandert und erlebt. Leopold Stocker Verlag. Graz- Stuttgart.


Redaktion: K. Ziegler