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Arnika/Arnica montana#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Ein Projekt von ServusTV in Zusammenarbeit mit dem Austria-Forum

Wolferlei, (Berg-)Wohlverleih, Hannsblume, Wundkraut

Familie: Korbblütler (Asteraceae)

Beschreibung: 20-50cm hohe Pflanze mit einer grundständigen Blattrosette,die meist 4blättrig ist. Die Stängelblätter sind gegenständig angeordnet. Die Blüte ist goldgelb.

Standort: Moorwiesen, Magerrasen, Matten; liebt kalkarme Böden. Zerstreut und mäßig häufig bis in die alpine Region, bis etwa 2500m ansteigend.

Blütezeit: Juni bis August.

Sonstiges: Giftig, wird vom Vieh nicht gefressen. Wird in der Volksmedizin innerlich und äußerlich verwendet, Wundheilmittel.

Arnika
Arnikawiese
© Willi Senft

Arnika, gleichermaßen wirksam gegen Blitzschlag und in der Volksmedizin#

Mit ihren prachtvoll gelben Blütenköpfen und ihrem starken Duft kommt die Arnika häufig im Kristallin des Urgesteins vor; auf Kalkuntergrund trifft man sie hingegen nie an.

In manchen Teilen der Alpen heißt sie auch Hannsblume, weil sie am Johannistag eine große Rolle spielt. Am Vorabend des Johannistages (23. Juni) muß man die Blüten sammeln und einen Strauß davon unters Dach der Almhütten oder hinter die Kruzifixe und Heiligenbilder stecken, damit der Blitz nicht einschlägt. In einigen Gegenden wird die Arnika seit altersher „Tabaksblume" genannt, weil die gepulverten Blätter seinerzeit als Zusatz zum Schnupftabak Verwendung fanden. Am häufigsten ist die Arnika im Volk aber als „Wundkraut" bekannt und beliebt, weil die Arnikatinktur stark desinfizierende Wirkung ausübt.

Quellen#

  • "Naturführer Österreich" (1981)
  • Hilde und Willi Senft. Die schönsten Almen Österreichs. Brauchtum & Natur - erwandert und erlebt. Leopold Stocker Verlag. Graz- Stuttgart.


Redaktion: K. Ziegler

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