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Bregenzer Ache, Bregenzerach, Bregenzer Ach#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Bregerenzer Ach
Bregenzer Ache zwischen Mellau und Bezau.
Foto: Michielverbeek. Aus: Wikicommons unter CC

Vorarlberg, 65 km langer Gebirgsfluss am Bregenzerwald mit Quellbächen südlich von Schröcken und liegt im äußersten Nordwesten von Österreich. Sie umfasst ein Einzugsgebiet von 830 km² (davon 212 m bayerischer Allgäu).

Die Bregenzer Ache entspringt in den Lechtaler Alpen in 2400 m Höhe. Die mittlere Durchflussmenge (Stadtgrenze von Bregenz) beträgt im Mittel 1951-89 46 m³/Sek. Die Bregenzer Ache ist vor allem im Oberlauf als ein relativ sauberer Fluss einzustufen. Der Fluss bildet zahlreiche Tobel, in einem tiefeingeschnittenen Engtal fließt er vom Hochtannberg an den Vorderwald, bildet im Unterlauf die südliche und westliche Stadtgrenze von Bregenz und mündet unweit des Klosters Mehrerau in den Bodensee, in den jährlich Zehntausende Kubikmeter Schotter anschwemmt werden, wodurch sich in der Bregenzer Bucht ein Landvorsprung gebildet hat.

Sie entwässert mit ihren Zuflüssen den Nordteil des Lechquellengebirges, den Westteil der Allgäuer Alpen sowie große Teile des Bregenzerwaldgebirges in Richtung Nordwesten. Nahezu alle Dörfer und Gemeinden des Bregenzerwalds liegen im Tal der Bregenzer Ache oder im Tal einer ihrer Nebenflüsse. Die bedeutsamsten Nebenflüssen der Bregenzer Ache sind die Rotach und die Weißach (mit Bolgenach) sowie die Subersach.

Bregerenzer Ach
Die 3 Brücken verbinden die Bregenzerwald Gemeinden Bersbuch mit Schwarzenberg auf der Höhe Hohlstein. Hinter der alten Brücke quert die L200 und im Hintergrund die Stahlbrücke der Bregenzerwaldbahn die Bregenzer Ache.
Foto: böhringer friedrich. Aus: Wikicommons unter CC

Leider ist durch den Bau von Wehren sowie durch Wasserableitungen und Flussbettregulierungen auf Teilabschnitten nicht mehr viel von dem ursprünglich natürlichen Charakter der Bregenzer Ache erhalten geblieben.

Die Bregenzer Ache und ihre Nebenflüsse werden durch fünf Wasserkraftwerke zur Erzeugung von elektrischer Energie genutzt. Unter diesen befindet sich mit dem Kraftwerk Langenegg, das die Bolgen- und Subersach nutzt, auch das größte VKW Kraftwerk. Daneben existieren noch die Kraftwerke Alberschwende und Andelsbuch sowie die Kleinkraftwerke in Au und Schoppernau.

An der Bregenzer Ache entstanden schon früh Brückenbauwerke, um sie gefahrlos passieren zu können. Einige Holzkonstruktionen bestehen bis heute und stehen unter Denkmalschutz. Hier befindet sich auch die Lingenauer Hochbrücke, eine der höchsten Stahlbeton-Bogenbrücken Mitteleuropas.

Auch touristisch ist die Bregenzer Ache von Bedeutung. Der Unterlauf ebenso wie der Oberlauf kann ganzjährig von Wildwassersportler befahren werden. Für Wildwasserpaddler oder Kajakfahrer stehen Unterkünfte, Park- und Campingplätze zur Verfügung.

Quellen#


Redaktion: K. Ziegler