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Bregenzer Festspiele#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Bregenzer Festspiele
Bregenzer Festspiele: Aufführung von "Carmen" von G. Bizet, 1991.
© Österreich Werbung, Wiesenhofer.

Die Bregenzer Festspiele verfügen über die größte Freilichtbühne der Welt.
1946 erstes "Spiel auf dem See"; in den ersten Jahren wurden vor allem Operetten aufgeführt. 1949 wurde die Seebühne eröffnet, die den Einsatz von modernster Bühnenmaschinerie und Spezialeffekten ermöglichte; die Eröffnung des Neuen Festspielhauses erfolgte 1980. Bereits in den 70er Jahren wechselte man von der Operette zur Oper ("Der fliegende Holländer", 1973; "Carmen", 1974; "Turandot", 1979). 2010 stand "Aida" auf dem Programm.

2010 wurden mit einem Budget von 20 Millionen Euro ca. 75% selbst erwirtschaftet. 1.600 Mitarbeitern und 197.049 Besucher.

2011 wurde André Chénier (von Umberto Giordano), eine Oper in vier Akten in italienischer Sprache, Musik von Umberto Giordano, Libretto von Luigi Illica erstmals auf der Seebühne aufgeführt und von über 120.000 Menschen besucht.

André Chénier steht auch 2012 wieder auf dem Programm. Besondere Beachtung verdient 2012 auch Solaris (Uraufführung/Auftragswerk), eine Oper in zwei Teilen in deutscher Sprache, Musik von Detlev Glanert, Libretto von Reinhard Palm nach dem gleichnamigen Roman von Stanisław Lem.

In den Jahren 2013 und 2014 zeigen die Bregenzer Festspiele als Spiel auf dem See die Oper Die Zauberflöte. Das Werk des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart war zuletzt 1985 und 1986 auf der Seebühne zu sehen und zählt zu den weltweit am häufigsten gespielten Opern. Die Zauberflöte folgt auf André Chénier, dem Spiel auf dem See der Jahre 2011 und 2012. Regie bei der Mozart-Oper führt Festspielintendant David Pountney, das Bühnenbild stammt von Johan Engels. Das Duo sorgte am Bodensee zuletzt mit der Oper im Festspielhaus 2010 Die Passagierin international für großes Aufsehen.

„Ein Werk von Mozart hatte 1946 das Spiel auf dem See begründet und 1985 stellte Die Zauberflöte den künstlerischen Neubeginn der Bregenzer Festspiele dar", erklärt Pountney die Entscheidung.


--> www.bregenzerfestspiele.com

Literatur#

  • S. Fritsch, Die Situation des professionellen Theaters der Nachkriegszeit in Vorarlberg mit besonderer Berücksichtigung der Bregenzer Festspiele (1945-74), Dissertation, Wien 1975
  • E. Bär, Spiel auf dem See. Die Bregenzer Festspiele von der Gründung bis zur Gegenwart, 1984

Quellen#

  • AEIOU