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Burenwurst#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Burenwurst mit süßem Senf und Kaisersemmel.
Burenwurst mit süßem Senf und Kaisersemmel.
Foto: Kobako. Aus: Wikicommons unter CC

Die Burenwurst

(mundartlich Haße ="Heiße", Burenheidl oder Burenhäutl ="Burenhaut", oder Klobasse) ist eine grobe Brühwurst, die seit dem 19. Jahrhundert zum Standardangebot österreichischer Würstelstände gehört.

Die Herkunft des Namens Burenwurst ist unklar: eine Theorie besagt, dass die Burenwurst zur Zeit des Burenkriegs in Südafrika (1899-1902) in Österreich populär wurde und nach den südafrikanischen Buren benannt wurde; eine andere Theorie besagt, dass sich der Name Burenwurst vom norddeutschen Dialekt entlehnt wurde und daher eine "Bauernwurst" ist; nach einer dritten Theorie ist der Begriff von der Boerewors abgeleitet, die ursprünglich aus den Niederlanden stammen soll.

Burenwürste bestehen aus 55 % Brät, 25 % Speck und 20 % Salzstoß (eingesalzene, zerkleinerte Sehnen, Muskelhäute, wenig Fett und Fleisch) sowie aus Kartoffelstärke und Gewürzen - alles grob zerkleinert und in Naturdärme abgefüllt.

Eine Burenwurst ist etwa 15-17 cm lang, hat einen Durchmesser von etwa 3 - 3,5cm und ist leicht gekrümmt.

Die relativ grobe Burenwurst wird grundsätzlich nur für 10-15 Minuten im Wasserbad erhitzt - man kann sie zwar auch braten, aber das gilt als verpönt.

Quellen#


Redaktion: I. Schinnerl