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Burggarten, Wien 1#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Palmenhaus im Burggarten
Palmenhaus im Burggarten
© Alfred Wolf

Der an den Heldenplatz anschließende Burggarten zeichnet sich durch seine Anlage mit Teich und Baumbestand ebenso aus, wie durch das revitalisierte Jugendstil-Glashaus. Der „neue Wintergarten“ entstand 1902-1906 nach Plänen von Friedrich Ohmann (1858-1927). Diese Pionierleistung der konstruktiven Glas-Stahl-Architektur nahm doch mit den steingemauerten Bauteilen auf die Architektur der Hofburg Bezug. Seit 1998 ist es in ein Ausstellungsglashaus, Restaurant und Gewächshaus geteilt.

Der erste Burggarten war ein privater „Kaisergarten“, nachdem die französischen Besatzungstruppen die Burgbastei gesprengt hatten. 1818/19 angelegt, 1863 erweitert, 1881 durch den Bau der Neuen Burg verkleinert, ist er erst seit dem Ende der Monarchie öffentlich zugänglich. Der 38.000 m2 große Park wurde auch wegen seiner Denkmäler - u.a. für Kaiser Franz Joseph und Wolfgang Amadeus Mozart - zum beliebten Touristenziel. An botanischen Raritäten bietet er u.a. Strauchkastanien (Aesculus parviflora), Weihrauchzeder (Calocedrus decurrens), Paulownie (Paulownia tomentosa) und einen japanischen Schnurbaum (Sophora japonica).

Quelle#

  • Helga Maria Wolf: Spurensuche Wien. Rundgänge durch die Geschichte. Erfurt 2007


Redaktion: hmw