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Heimatlexikon - Unser Österreich

"Heimatlexikon - Unser Österreich"#

Ein Projekt von ServusTV in Zusammenarbeit mit dem Austria-Forum

Lech#

Der Formarinbach und der Spullerbach sind die beiden Quellen im Lechquellengebirge in Vorarlberg, die sich nahe der Gemeinde Lech vereinigen und ab hier als Lech (Name keltischen Ursprungs, lateinisch "Licus") weiterfließen: 12 km durch Vorarlberg und 78 km durch den Nordwesten Tirols; bei Füssen verlässt er Österreich (durchquert auf seinem Weg Schwaben und Bayern) und mündet nach insgesamt 264 km in der Nähe von Ingolstadt in die Donau.

Nach der deutsch/österreichischen Grenze (bei Füssen) stürzt der Fluss über den ca. 12 m hohen Lechfall; danach durchfließt er den Forggensee, den größten von insgesamt 24 Stauseen.
In seinem weiteren Verlauf nach Norden fließt er durch ein Gebiet, bei dem er wieder naturbelassen ist - die Litzauer Schleife - und das Trinkwasser- und Naturschutzgebiet Augsburger Stadtwald. Ab hier ist der Flusslauf sehr stark begradigt, ein Teil des Wassers wird in den Lechkanal abgeleitet, der parallel zum Lech auf dessen linker Seite verläuft.

Lech, bei Lech am Arlberg
Lech, bei Lech am Arlberg
Foto: Österreich Werbung / Wiesenhofer


Der Lech ist der zweitgrößte Fluss Tirols: von Forchach bis Steeg erstreckt sich das Tiroler Lechtal, wo der Lech noch den Charakter eines Wildflusses hat - mit ausgedehnten Schotterbänken und Umlagerungsflächen. Die Unberührtheit des Lechs war Anlass dafür, den Fluss unter Schutz zu stellen: zunächst wurde das Lechtal zum "Natura 2000"-Gebiet gemacht, später zusätzlich zum Naturpark erklärt.

In Deutschland wird der Lech intensiv zur Energiegewinnung genutzt, ist aber auch mit seinen Naturschutzgebieten von touristischer Bedeutung (Radwanderwege, Fischen, Rafting).


Schon ab der Römerzeit diente der Fluss als Transportweg für Holz aus den Alpen: Baumstämme wurden bis Augsburg getriftet bzw. auch geflößt, wobei die Flöße auch als Transportmittel für Güter verwendet werden konnten.

Das Tiroler Lechtal war früher ein Abwanderungsgebiet, aus dem vor allem Stukkateure, Zimmerer und Handelsleute kamen; von hier stammte auch die legendäre "Geierwally".

Quellen#


Redaktion: I. Schinnerl


Seit wann bestimmen Touristiker wo der Lech entspringt? Der Lech entsteht durch das Zusammenfließen vom Formarinbach und dem Spullerbach, alles was im Formarintal aus dem Boden sickert bildet den Formarinbach und nicht den Lech. Bevor die ÖBB den Spullersee und das Spullerseekraftwerk in Wald am Arlberg und in Braz baute war der Spullerbach das Hauptgewässer, der Formarinbach ein kleines Nebengewässer da der Formarinsee keinen Abfluss in dieses Tal hat. Das Wasser des Formarinsees fließt unterirdisch zum größten Teil nach Dalaas ein weiterer Teil nach Braz im Klostertal und dort in die Alfenz. Wenn solch falsche Behauptungen überall durch die Medien verbreitet werden glaubt tatsächlich irgend jemand das der Lech an der Roten Wand entspringt, es fehlt nur noch ein großes Loch aus dem das Wasser heraussprudelt.

Mit freundlichen Grüßen

Egon Ganahl

-- Ganahl Egon, Donnerstag, 20. September 2012, 11:43