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Der dritte Mann#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Ein Projekt von ServusTV in Zusammenarbeit mit dem Austria-Forum

Der dritte Mann (The Third Man) von Carol Reed nach dem Buch des Bestsellerautors Graham Greene, wurde 1999 (genau 50 Jahre nach seiner Entstehung) vom British film Institute zum "besten britischen Film aller Zeiten" gekürt. Er erhielt 1951 drei Oscars, später noch weitere Preise. In Wien bietet Wien Kanal (WKN) geführte Dritte-Mann-Touren an.

Die legendäre Geschichte des Penicillinschiebers Harry Lime, der auf mysteriöse Weise verschwindet und wieder auftaucht, spielt im Wien der Nachkriegsjahre. Historisch fällt die Entstehung in die Zeit der alliierten Zonenteilung, des beginnenden Wiederaufbaus, des Schwarzhandels, der Spionage und des Kalten Krieges. Filmpolitisch entstand er aus einer Krisensituation des britischen und österreichischen Nachkriegsfilms. Großteils wurde an Originalschauplätzen des bombardierten Wien gedreht. Die Dreharbeiten wurden mittels eines Millionenkredites der Österreichischen Nationalbank vorfinanziert. Die Hauptrollen spielten Joseph Cotten, Alida Valli und Orson Welles. Österreichische Schauspieler waren u.a. Paul Hörbiger, Hedwig Bleibtreu, Annie Rosar. Die Filmmusik komponierte und spielte Anton Karas.

Handlung: Der amerikanische Western-Autor Holly Martins wird von seinem Freund Harry Lime nach Wien eingeladen. Doch dieser sei, erfährt er, kürzlich bei einem Verkehrsunfall umgekommen und, so der britische Major Calloway, ein übler Schieber gewesen. Er habe mit verfälschtem, gestohlenem Penicillin, gehandelt, das zu schweren Gesundheitsschäden und Tod bei Kindern führte. Bei seinen Recherchen stößt der Autor auf viele Widersprüche. Der einzige Zeuge, ein Hausmeister, wird selbst Opfer eines Mordes. Martins trifft Limes Freundin, die Schauspielerin Anna Schmidt, die mit gefälschten Papieren in Wien lebt - und verliebt sich in sie. Als er eines Abends Annas Haus verlässt, erkennt er in einem Schatten den totgesagten Harry Lime. Schließlich kommt es zu einer eindrucksvoll inszenierten Verfolgungsjagd durch das weitverzweigte Kanalsystem. Dem angeschossenen Lime gelingt die Flucht nicht und er erhält von Martins den Gnadenschuss. Dessen Verhältnis zu Anna Schmidt bleibt im Film offen: Beim Begräbnis gehen sie aneinander vorbei. Im Buch verlassen sie den Zentralfriedhof Arm in Arm.

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Quellen#


Redaktion: hmw