unbekannter Gast

Eltonkirsche#

Bunte Herzkirsche#

Heimatlexikon - Unser Österreich

"Heimatlexikon - Unser Österreich"#

Ein Projekt von ServusTV in Zusammenarbeit mit dem Austria-Forum

Eltonkirsche
Eltonkirsche
© Arche Noah
Eltonkirsche
Eltonkirsche
© Arche Noah

HERKUNFT:#

Die Eltonkirsche ist eine englische Züchtung und wurde im Jahre 1806 vom Präsidenten der dortigen Gartenbaugesellschaft durch Kreuzung der Großen Prinzessinkirsche mit einer Herzkirsche gewonnen.

FRUCHTBESCHREIBUNG:#

Mittelgroß bis groß, bis 25 mm hoch (Ø 21 mm), bis 23 mm breit (Ø 20 mm), bis 22,5 mm dick (Ø 19 mm). Die Frucht ist länglich herzförmig, scharf zugespitzt. Auf der Bauchseite tritt eine Naht hervor, die nicht bei allen Früchten gleich gut erkennbar ist, die nach der Spitze zu etwas gekrümmt verläuft und der Frucht dadurch ihre eigentümliche Form verleiht. Der Stempelpunkt sitzt obenauf, ist weißlich grau bis hellbraun.

HAUT:#

ist mäßig fest, mit hellgelber Grundfarbe, über die sich auf der Sonnenseite und besonders nach dem Stiel hin ein helles Rot hinwegzieht, das Rot ist gestrichelt, stellenweise geflammt oder punktiert. Im fortgeschrittenen Reifezustand treten dann, durch Witterungseinflüsse bedingt, stellenweise hellbraune Verfärbungen auf.

FRUCHTFLEISCH:#

ist für eine Herzkirsche recht fest, weißlich gelb, von hellen Adern durchzogen, in vollreifem Zustand vollsaftig und von sehr feinem Geschmack.

STIEL:#

ist mittellang bis lang, 4 – 6 cm, ziemlich dünn, zumeist grün, seltener in Fruchtnähe gerötet, in weiter, flacher bis mitteltiefer Stielhöhle sitzend.

STEIN:#

ist langeiförmig mit abgestumpfter Stielseite und langgezogener Spitze, 11 – 13,5 mm lang, 9 – 10 mm breit, 7,8 mm dick, mitteldick. Auf der Rückenseite eine gut sichtbare Naht, auf der Bauchseite kommen die scharfen Kanten und breiten Furchen zum Vorschein.

BAUMEIGENSCHAFTEN:#

Der Baum wächst stark und sparrig, seine Äste streben in die Höhe, sie sind aber sehr wenig verzweigt und bilden dadurch lockere Kronen, seine Form kann als umgekehrt kegelförmig bezeichnet werden. Die Zweige sind dicht mit kurzem Fruchtholz besetzt, so daß die Bäume, deren Früchte ganz eng zusammensitzen, sehr reichtragend erscheinen. Dies ist aber infolge der geringen Zahl der Kronenäste oft eine Täuschung.

BLATT:#

ist lang und am einjährigen Trieb spitz, am alten Holz etwas breiter und zumeist eiförmig. Die Zahnung ist meist doppelt und abgerundet, die Blattstiele sind sehr lang und auffallend dunkelbraunrot gefärbt. Blattunterseits haben Blattrippen teilweise rötlichen Schimmer.

BODEN UND KLIMAANSPRÜCHE:#

gedeiht besonders in leichteren, warmen Böden (Weinklimalage).

BLÜTE:#

mittelfrüh, widerstandsfähig und deshalb setzt die Sorte selten aus. Selbststeril.

BEFRUCHTERSORTEN:#

benötigt 1 – 2 andere Sorten zur Fremdbefruchtung.

REIFE:#

2. bis 3. Woche der Kirschenzeit.

ERTRAG UND EIGNUNG:#

Tragbarkeit beginnt schon früh am jungen Baum. Für Hausgärten. In Niederösterreich auch als Straßenobstbaum verwendet. Ertragreich, sicher und regelmäßig.

KRANKHEITSANFÄLLIGKEIT:#

Sorte neigt zur Bildung von Gummifluß.



Bild 'Arche_Noah_NÖ'


Bilder und Beschreibung mit freundlicher Genehmigung von der Arche Noah, A-3553 Schiltern, in Zusammenarbeit mit dem Amt d. NÖ Landesregierung, Abt. Naturschutz. Dieses Projekt wird von der EU und dem NÖ Landschaftsfonds kofinanziert.


Weiterführendes#

Quellen#

Redaktion: K. Ziegler (auf der Basis von Datenblättern von der Arche Noah)