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Formosapflaume#

Blaurote Rundpflaume#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Ein Projekt von ServusTV in Zusammenarbeit mit dem Austria-Forum

Formosapflaume
Formosapflaume
© Arche Noah
Formosapflaume
Formosapflaume
© Arche Noah

HERKUNFT:#

Die Formosapflaume ist eine „Amerikanisch-Ja pa ni sche“ Züchtung, die der Züchter Burbank in Santa Rosa in Kalifornien hervorgebracht hat. Er benützte die ja pa ni schen Pflaumen, die aus den japanischen Wildpflaumen (Prunus Simoni und Prunus triflora) hervorgegangen sind, und kreuzte damit weiter. Seine bekannteste Züch tung ist die „Burbankpflaume“. Die Formosapflaume wurde in Niederösterrreich zwischen 1920 und 1930 bekannt gemacht und vor allem in Privatgärten an ge pflanzt.

FRUCHTBESCHREIBUNG:#

Die Frucht ist mittelgroß, je nach Pflegezustand des Baumes kann sie 37 – 50 mm hoch, 44 – 55 mm breit und 42 – 52 mm dick werden. Sie ist meist rund, manch mal etwas ungleichhälftig, gegen den Stiel zu um eine Spur breiter, gegen den Kelch zu verschmälert zugerundet. Die Bauchnaht verläuft in einer mehr oder we ni ger fla chen Furche, sie ist durch einen deutlichen dunklen Strich wahrnehmbar. Der Stem pel punkt ist klein und sitzt in einer kleinen Mulde.

STIEL:#

ist kurz (9 bis 12 mm lang), die Stielhöhle ist tief und eng und auf der Bauchseite ausgerandet.

HAUT:#

ziemlich fest, zäh, mattglänzend, Grundfarbe zuerst grünlich, später grünlich gelb, zur Reifezeit ist die Grundfarbe kaum sichtbar. Deckfarbe karmin gerötet, auf der Sonnenseite dunkler, in Reifeperioden mit überdurchschnittlich starker Son nen ein strah lung kommt es zu einem rotbraunen Farbton, Punkte stel len wei se hellbraun, manchmal auch sehr fein und dunkel umrandet, vereinzelt stärkere Berostung mög lich. Die reife Frucht ist bläulichweiß bewachst.

FRUCHTFLEISCH:#

Das Fleisch ist lichtgelb, saftig, süß, schwach säu er lich, gering gewürzt. Schale schwach bitter.

STEIN:#

ist nicht sehr groß, in der Seitenansicht breitoval bis beinahe rund, die Bauchnähte (Hauptnaht und Ne ben näh te) treten wulstartig hervor und sind nur durch undeutlich erkennbare Furchen voneinander getrennt. Gleich neben den Neben-nähten zieht jeweils eine tiefe Furche von der Stielfläche bis zur Spitze. Der Rücken des Steines ist durch eine schmale Furche gekennzeichnet. Die Oberfläche des Steines ist rauh. Er ist 20 – 23,5 mm hoch, 8 – 10 mm breit und 15 – 17,5 mm dick.

BAUMEIGENSCHAFTEN:#

stark- bis mittelstarkwüchsig und in Blatt und Holz als Pflaume nicht zu erkennen. Er hat die Blätter der Stammarten, diese sind sehr breit eliptisch bis oval, mit stark abgerundeter, teilweise doppelter Zahnung.

BODEN UND KLIMAANSPRÜCHE:#

Dankbar für Düngung und bei trockenem Boden für Bewässerung. Wächst auf mittelguten Böden problemlos, es muß ihm aber genügend Platz ein ge räumt werden. Für rauhere Lagen ist die For mo sa pflau me nicht geeignet.

BLÜTE:#

ist unempfindlich.

BEFRUCHTUNGSVERHÄLTNISSE:#

sind nicht bekannt.

REIFE:#

Ende Juli bis Mitte August

ERTRAG UND EIGNUNG:#

Wird bald fruchtbar und trägt reich und regelmäßig, ist als frühe Tafelfrucht gut geeignet.

PFLEGEHINWEISE:#

Bei Vergreisen ist Düngung und sachgemäßer Rückschnitt notwendig.

KRANKHEITSANFÄLLIGKEIT:#

gering



Bild 'Arche_Noah_NÖ'


Bilder und Beschreibung mit freundlicher Genehmigung von der Arche Noah, A-3553 Schiltern, in Zusammenarbeit mit dem Amt d. NÖ Landesregierung, Abt. Naturschutz. Dieses Projekt wird von der EU und dem NÖ Landschaftsfonds kofinanziert.


Weiterführendes#

Quellen#

Redaktion: K. Ziegler (auf der Basis von Datenblättern von der Arche Noah)