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Franziskanerkirche Graz#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Die Franziskanerkirche gehört zum ältesten Kloster von Graz. Es wurde 1239 als Minoritenkloster gegründet bzw. stammt die erste urkundliche Erwähnung von Kirche und Kloster aus diesem Jahr.

Auf Befehl der Stadtregierung wurde im 17. Jahrhundert der Franziskanerturm als Stadtturm gebaut. Für einen Bettelorden war dieser mächtige Turm unüblich, aber direkt an der Stadtmauer im Südwesten, war dies ein strategisch wichtiger Punkt.

Der Turm ist unten quadratisch, oben achteckig und wird von einem Zwiebelhelm bedeckt. Erwähnenswert ist auch, dass sich im Dachreiter die 1272 gegossene und damit älteste Glocke von Graz befindet.

Sehenswert sind die barocke Antoniuskapelle und der gotische Kreuzgang, der heute mitten in Graz allen Menschen als stiller Ort offen steht. Die Kreuzwegstationen sind aus 1885 und wurden von Jakob Gschiel geschnitzt. Von Sebastian Carlone stammt ein Marmorrelief (um 1600), das sich über dem Südportal befindet. Die Glasfenster im Chor entwarf Franz Felfer und die zehn Seitenfenster Sr. Basilia Gürth. Durch die Regotisierung ging die einst reiche Barockausstattung verloren.

Heute prägt der Turm der Franziskanerkirche die Stadtansichten von Graz beinahe so wie der Uhrturm. An den Außenmauern des nordseitigen Langhauses und des Chors wurden im 19. und 20. Jahrhundert kleine Verkaufsläden angebaut. Um die Franziskanerkirche herum hat sich ein Viertel mit besonderem Flair etabliert.


Franziskanerkirche
Franziskanerkirche
© Graz Tourismus
Franziskanerkircheinnen
Franziskanerkirche innen
© Graz Tourismus
Franziskanerkirche Innenhof
Franziskanerkirche Innenhof
© Graz Tourismus
Franziskanerviertel
Franziskanerviertel
© Graz Tourismus
Franziskanerviertel Nacht
Franziskanerviertel bei Nacht
© Graz Tourismus
Franziskanerturm
Franziskanerturm
© Graz Tourismus
Franziskanerturm
Franziskanerturm
© Graz Tourismus

Quellen#


Redaktion: K. Ziegler