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Fußgängerzonen in Wien#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Kärnter Straße in Wien
Blick vom Stephansplatz in die Fußgägnerzone "Kärnter Straße"
© Ch. Brandstätter Verlag

Die explosionsartige Zunahme des Individualverkehrs und die damit verbundene „Unwirtlichkeit der Städte" ließen Anfang der siebziger Jahre einen Begriff Furore machen, den die Stadtplaner in ganz Europa propagierten und der überall heftige Kontroversen auslöste: die „Fußgängerzone".

Kärnter Straße in Wien
Blick vom Stephansplatz in die Fußgängerzone "Kärnter Straße"
© "Invisigoth67". Aus: WikiCommons unter CC

Als die Kärntner Straße neugestaltet und autobefreit wurde (Eröffnung am 6. 8. 1974), blieb den Architekten ein anfänglicher Sturm der Entrüstung nicht erspart: Holzbauer und Windprechtinger wurde in anonymen Briefen sogar nahegelegt, sich auf den „verhungerten Bäumchen" im zubetonierten Fußgängerparadies aufzuhängen. Neben den Befürchtungen, die Einkaufsstraße würde ohne Autos veröden, wurde heftige Kritik an den Beleuchtungskörpern, am gemusterten Bodenbelag und vor allem an dem von Holzbauer gestalteten Brunnen geäußert, der bald einen Spitznamen hatte: „Grabmal des unbekannten Fußgehers". Schnell jedoch beruhigten sich die Emotionen, die zentrale Straße präsentierte sich farbenfroh und belebt wie nie zuvor.


Inzwischen wurde die Fußgängerzone in der City erweitert und sie umfasst auch den Graben, Kohlmarkt, Stock-im-Eisen-Platz und den Stephansplatz. Kärnterstraße, Wien, Graben, Wien, Kohlmarkt, Wien, ...

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