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Gelber Spilling#

Heimatlexikon - Unser Österreich

"Heimatlexikon - Unser Österreich"#

Ein Projekt von ServusTV in Zusammenarbeit mit dem Austria-Forum

Gelber Spilling
Gelber Spilling
© Arche Noah
Gelber Spilling
Gelber Spilling
© Arche Noah

HERKUNFT:#

Alter, wurzelechter Formenkreis, gilt als bodenständig, bereits römerzeitlich nachgewiesen, Ursprungsland unsicher.

FRUCHTBESCHREIBUNG:#

die Frucht ist klein und eilänglich, 23 – 26 mm hoch, 20 – 22 mm breit und 18 – 22 mm tief. Die Bauchfurche ist kaum eingesenkt und undeutlich. Vielfach erscheinen die Früchte paarweise. Der Stempelpunkt ist eine gelbliche, kleine Warze und ist der etwas abgeflachten Spitze der Frucht aufgesetzt.

SCHALE:#

ist rein gelb, ohne Punkte und stark weißlich bereift. Sie ist gut abziehbar.

STIEL:#

ist mit 13 – 16 mm kürzer als die Frucht, derb (über 1 mm im Durchmesser), von hellgrüner Grundfarbe und stark filzig behaart.

FRUCHTFLEISCH:#

ist wachsgelb, mäßig saftreich und sehr süß.

STEIN:#

ist gut vom Fruchtfleisch lösend. Der Kern ist scharf zugespitzt, die Spitze ist mit-unter leicht gedreht. Das Verhältnis Länge : Breite : Tiefe beträgt 16 : 7 : 9. Die Parallelleisten zur Bauchnaht sind schmal, die Rückenfurche ist mit wenigen, aber deutlichen Kammstrichen (Fischgrätenmuster) versehen. Die Oberfläche des Kernes ist schwach runzelig mit einer erhabenen Seitenleiste. Rücken- und Bauchlinie sind einigermaßen gleichartig gekrümmt.

BAUMEIGENSCHAFTEN:#

Gemessen an anderen Formen der Pflaumenverwandtschaft ist der Wuchs mittelstark bis stark mit straff aufwärts gerichteten, derben und unbedornten Zweigen. Der Wuchs ist bei entsprechender Pflege einstämmig. Sich selbst überlassen ver-wildert der Spilling rasch und bildet durch Wurzelbrut und Kernaufschlag dichte Obsthecken.

GEEIGNETE BAUMFORM:#

Wegen seiner klimatischen Härte ist er prädestiniert auf eigener Wurzel zu stehen. Weiterkultur als Hochstamm oder Obsthecke.

BODEN UND KLIMAANSPRÜCHE:#

Breit anbaufähig (bis 700 m) mit besonderer Bevorzugung trocken-warmer Bedingungen.

BLÜTE:#

mittelfrüh, deutlich vor der Hauszwetschke.

PFLÜCKREIFE:#

Ab Mitte August bis Ende August.

GENUSSREIFE:#

ab Erntezeitpunkt, vollreif nur kurzzeitig lagerfähig.

ERTRAG UND EIGNUNG:#

Ertrag früh einsetzend, reichtragend.



Bild 'Arche_Noah_NÖ'


Bilder und Beschreibung mit freundlicher Genehmigung von der Arche Noah, A-3553 Schiltern, in Zusammenarbeit mit dem Amt d. NÖ Landesregierung, Abt. Naturschutz. Dieses Projekt wird von der EU und dem NÖ Landschaftsfonds kofinanziert.


Weiterführendes#

Quellen#

Redaktion: K. Ziegler (auf der Basis von Datenblättern von der Arche Noah)