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Grüne Sommermagdalene#

Sommerbirne#

Heimatlexikon - Unser Österreich

"Heimatlexikon - Unser Österreich"#

Ein Projekt von ServusTV in Zusammenarbeit mit dem Austria-Forum

Grüne Sommermagdalene
Grüne Sommermagdalene
© Arche Noah
Grüne Sommermagdalene
Grüne Sommermagdalene
© Arche Noah

HERKUNFT:#

Die Sorte soll aus Frankreich stammen und als Zufallssämling um 1600 entstanden sein. Sie kommt in zwei Formen vor: Platteiförmig und birnförmig, und in einer Abart als gestreifte Sommermagdalene. Synonyme: Poire Madeleine (Frankreich), grüne Jakobsbirne, Grüne Margaretenbirne.

FRUCHTBESCHREIBUNG:#

Die Frucht ist klein 49 – 55 mm hoch, 44 – 53 mm breit, die Gestalt ist platt eiförmig, etwas variabel, meist an Kelch- und Stielseite abgeflacht, seltener kreisel- bis birnförmig.

SCHALE:#

ist glatt, Grundfarbe ist grün bis gelblichgrün, Deckfarbe konnte bei der platt eiförmigen Form keine festgestellt werden, Berostung ist gering, teils punktförmig, teils Rostfiguren, seltener größere Rostflecke, auffälliger sortentypischer Duft.

KELCH:#

ist offen, mittelgroß, Kelchblättchen gut ausgebildet, aufrecht stehend mit umgeschlagener Spitze, grünlich schalenfarbig oder dunkelbraun, leicht bewollt, Kelchgrube entweder sehr flach, oft fehlend, manchmal auch Kelch durch Fleischperlen herausgehoben, faltig, zumeist nicht berostet.

STIEL:#

ist lang, 29 – 40 mm, dünn, fruchtwärts meist dicker werdend, holzig, meist in kleiner Einsenkung sitzend, selten aufsitzend, oft durch Fleischwulst zur Seite gedrückt, großteils schalenfarben mit Rostpunkten, Stielende teilweise hellbraun gefärbt, oft mit knospigen Verdickungen, Stieleinsenkung oft mehr oder weniger berostet.

FRUCHTFLEISCH:#

grünlichweiß, bis gelblichweiß, saftig, schmelzend, Geschmack säuerlich süß, aromatisch mit sorteneigener schwacher Würze und feiner Säure, Geruch deutlich.

KERNHAUS:#

ist mittelgroß, mittel- bis schwach kelchständig, spindelförmig, von Steinkranz umgeben, Achse ist hohl, Samen sind zahlreich, zumeist schlecht ausgebildet.

BAUMEIGENSCHAFTEN:#

Der Baum wächst anfangs kräftig, bildet leichte pyramidale Krone, die nicht groß wird. Das Holz ist sehr brüchig, das Blatt breitoval auf jungem Holz, schmaloval auf älterem Holz, mit lange ausgezogener Spitze.

GEEIGNETE BAUMFORM:#

ist der Viertel- und Halbstamm auf Sämlingsunterlage.

BODEN- UND KLIMAANSPRÜCHE:#

Ansprüche an Boden und Klima sind gering, gedeiht sowohl im warmen, kühlen, als auch rauhen Obstbaugebiet, widerstandsfähig gegen Winterfrost.

BLÜTE:#

mittelfrüh, Widerstandsfähigkeit gegen Blütenfrost ist gut.

POLLENSPENDER:#

Pollen ist gut, diploid.

BEFRUCHTERSORTEN:#

Befruchtungsverhältnisse sind nicht genauer untersucht.

PFLÜCKREIFE:#

Mitte Juli im warmen, Ende Juli bis Anfang August im kühlen Obstbaugebiet. Ernte vorsichtig, um Astbrüche zu vermeiden.

GENUSSREIFE/HALTBARKEIT:#

Mitte Juli, Haltbarkeit ist gering.

ERTRAG UND EIGNUNG:#

Ertrag setzt früh ein und ist jedes zweite Jahr hoch, hauptsächlich für den Eigenbedarf als eine der ersten sehr geschmackvollen Sommerbirnen.

PFLEGEHINWEISE:#

nach dem Kronenaufbau sind nur geringe Schnittmaßnahmen notwendig, zu lange gewordene, schwach gebliebene und daher in Ertragsjahren bruchgefährdete Äste sollten zurückgeschnitten werden.

KRANKHEITSANFÄLLIGKEIT:#

Anfälligkeit ist gering, schwach anfällig für Schorf.



Bild 'Arche_Noah_NÖ'


Bilder und Beschreibung mit freundlicher Genehmigung von der Arche Noah, A-3553 Schiltern, in Zusammenarbeit mit dem Amt d. NÖ Landesregierung, Abt. Naturschutz. Dieses Projekt wird von der EU und dem NÖ Landschaftsfonds kofinanziert.


Weiterführendes#

Quellen#

Redaktion: K. Ziegler (auf der Basis von Datenblättern von der Arche Noah)