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Graf Althan's Reneklode#

Baurote Reneklode#

Heimatlexikon - Unser Österreich

"Heimatlexikon - Unser Österreich"#

Ein Projekt von ServusTV in Zusammenarbeit mit dem Austria-Forum

Graf Althans Reneklode
Graf Althans Reneklode
© Arche Noah
Graf Althans Reneklode
Graf Althans Reneklode
© Arche Noah

HERKUNFT:#

Wurde aus dem Stein der großen grünen Reneklode von Prohaska, Gärtner des Grafen M. J. Althan, in Swoyschitz (Böhmen) gezogen und ist heute ziemlich ver brei tet.

FRUCHTBESCHREIBUNG:#

Die Gestalt ist rundlich bis fast kugelförmig, groß, 35 – 45 mm hoch, breit und dick, in günstigen Jahren und gutem Boden auch noch etwas größer. Auf der Stiel sei te und Bauchseite etwas gedrückt. Furche liegt sehr flach und teilt ziemlich gleich.

HAUT:#

nicht stark, mittelmäßig gut abziehbar, an den stark besonnten Stellen trüb braunrot, oft blaurot mit stark durchscheinender Grundfarbe. Häufig mit kleineren oder größeren Rostfiguren. Duft rötlichblau, festhaftend, stark.

STEMPELPUNKT:#

ist mittelgroß, sitzt in flacher Vertiefung.

STIEL:#

ist 14 – 20 mm lang, stark, grün und rostfleckig, sitzt in weiter und tiefer Ein senkung. Stielbucht zur Bauchnaht hin schwach ausgerandet.

FRUCHTFLEISCH:#

ist grünlichgelb bis goldgelb, fest, jedoch sehr zart, saftreich und süß, ganz aus ge zeich net gewürzt, durch angenehme Säure gehobener Geschmack. Fleisch ist nicht immer gut steinlösend. (Ursache: trockener Boden oder auch kühle Sommer).

STEIN:#

ist oval, mittelgroß, etwa 20 mm hoch, 8,5 – 9,2 mm breit, 14 – 16 mm dick. Die Bauchnaht und Nebennähte sind recht unterschiedlich aus ge formt. Sie ist zumeist stumpf, oft nicht erhaben. Nebennähte kaum wahrnehmbar. Der Wulst ist durch eine durchgehende oder teilweise vorhandene Furche von der Steinseitenfläche getrennt. Der Wulst erscheint stielwärts ausgeweitet und verdrängt den spitzen Stiel an satz zur Rückennaht hin. Der Stielansatz ist in Richtung Wulst gefurcht, zu den Seitenflächen hin strahlige, kleine Kanten. Die Rückennaht ist gefurcht. Die Sei ten wän de sind leicht rauh.

BAUMEIGENSCHAFTEN:#

Der Baum wächst kräftig, bildet breit kugelige Kronen und ist wenig empfindlich. Jungtriebe sind bräunlichviolett mit Silberhäutchen. Die Augen breit, klein, an starken Augenträgern, Blatt ziemlich groß, lebhaft grün. Stiel ohne Drüsen.

BODEN UND KLIMAANSPRÜCHE:#

Geringe Ansprüche an den Boden, verlangt aber warme, geschützte Lagen für eine gute Fruchtqualität. BLÜTE: ist mittelfrüh, selbststeril, frostempfindlich.

POLLENSPENDER:#

Ja, Pollen ist gut.

BEFRUCHTERSORTEN:#

Große grüne Reneklode, Quillins Reneklode, Königin Viktoria, The Czar, Opalpflaume.

PFLÜCKREIFE:#

Ende August bis Anfang September.

ERTRAG UND EIGNUNG:#

Ertrag setzt früh ein und ist, falls Fremdbestäubung gesichert ist, sehr gut, aber nicht immer regelmäßig. Ist eine der edelsten Renekloden, aus ge zeich ne te Tafelfrucht und für den Haushalt.

PFLEGEHINWEISE:#

Pflegeschnitte müssen ein tragfähiges Astgerüst ergeben. Frucht holz schnitt nötig.

KRANKHEITSANFÄLLIGKEIT:#

Neigung zu Monilia.



Bild 'Arche_Noah_NÖ'


Bilder und Beschreibung mit freundlicher Genehmigung von der Arche Noah, A-3553 Schiltern, in Zusammenarbeit mit dem Amt d. NÖ Landesregierung, Abt. Naturschutz. Dieses Projekt wird von der EU und dem NÖ Landschaftsfonds kofinanziert.


Weiterführendes#

Quellen#

Redaktion: K. Ziegler (auf der Basis von Datenblättern von der Arche Noah)