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Große Grüne Reneklode#

Heimatlexikon - Unser Österreich

"Heimatlexikon - Unser Österreich"#

Ein Projekt von ServusTV in Zusammenarbeit mit dem Austria-Forum

Große Grüne Reneklode
Große Grüne Reneklode
© Arche Noah
Große Grüne Reneklode
Große Grüne Reneklode
© Arche Noah

HERKUNFT:#

Ihr Ursprungsland ist nicht sicher bekannt. Man che meinen, daß sie von Griechenland nach Italien und von dort nach Deutschland kam. In Frankreich ist sie schon seit 1670 bekannt. Von einigen Pomologen wird sie als „Prunus italica“ geführt, wonach ihre Heimat Italien wäre, andere nehmen den Orient als ihre Heimat an. Sie gehört zu den verbreitetsten Pflaumenarten.

FRUCHTBESCHREIBUNG:#

Die Frucht ist mittelgroß, von rundlicher bis fast kugeliger Form, etwa 33 – 40 mm hoch, breit und dick. In gutem Boden kann sie auch noch etwas größer werden. Auf der Stempelpunkt sei te, der Stielseite und Bauchseite ist sie schwach abgeflacht. Die Furche ist sehr flach und teilt oft die Frucht etwas ungleich. Der Stempel punkt ist klein, hell graubraun und sitzt in einer sehr flachen Mulde.

STIEL:#

ist 12 – 18 mm lang, zum Teil grün, zum Teil rostfarbig, sitzt in seichter Mulde, die an der Bauchnahtseite etwas ausgerandet ist.

HAUT:#

ist dünn, nicht gut abziehbar, durchsichtig, gelblich grün, in der Vollreife grünlich gelb, sonnenseits rötlich angelaufen oder düster rot gefleckt und punktiert, teilweise auch mit Rostfiguren. Die Haut ist weißlich beduftet.

FRUCHTFLEISCH:#

ist nicht immer steinlösend. In kalten Sommern und auf trockenem Boden stark am Stein hängend, ist grünlich gelb, fest, doch sehr zart, saftreich, süß und aus gezeich net gewürzt. Ist eine der besten und edelsten Pflaumen zum Rohgenuß.

STEIN#

ist breitoval, etwa 18 – 19 mm hoch, 14,5 mm dick und 9 mm breit. Backen ziemlich erhaben, es scheint oft als würde eine Naht über die Backen laufen, sind etwas rauh. Bauchkanten mehr erhoben. Mittelkante nach dem Stiel hin breit und scharf. Rückennaht ist durch ge hend gespalten.

BAUMEIGENSCHAFTEN:#

Der Baum ist gesund und raschwüchsig, bildet breitästige Kronen. Die Frucht barkeit setzt nicht früh ein, ist aber später gut. Die Belaubung ist dunkelgrün, länglich oval, mit abgerundeter Spitze und feiner Zahnung. Aus Samen fast sortenecht fallend und daher in vielen Spielarten verbreitet. In der Wachau und um Krems soll es viele wurzelechte Bäume gegeben haben bzw. noch geben, deren Ausläufer im mer wieder zur Erziehung junger Bäume verwendet wurden, die frühe und rei che Erträge brachten und große ausgezeichnet schmeckende Früchte lieferten. Eignet sich auch gut als Marillenunterlage.

BODEN UND KLIMAANSPRÜCHE:#

Bevorzugt etwas schwerere und feuchtere, nahrhafte Böden, sowie wärmeres Klima, sehr gün stig ist Weinbauklima.

BLÜTE:#

ist mittelspät, lange andauernd, selbststeril.

POLLENSPENDER:#

ist selbst guter Pollenspender.

BEFRUCHTERSORTEN:#

Bühler Frühzwetschke, Hauszwetschke, Mirabelle v. Nancy, Königin Victoria Pflaume, Graf Althans Reneklode u.a.

REIFE:#

Ende August bis Mitte September

ERTRAG UND EIGNUNG DER SORTE:#

Ertrag ist mittelmäßig aber sehr regelmäßig. Ist sehr gut zum Rohgenuß, sowie für Konservenzwecke und zum Dörren geeignet. Leider springen die Früchte gegen die Reifezeit hin nach einem Regen gerne auf, sind dann aber herrlich süß.

KRANKHEITSANFÄLLIGKEIT:#

Anfällig für Monilia



Bild 'Arche_Noah_NÖ'


Bilder und Beschreibung mit freundlicher Genehmigung von der Arche Noah, A-3553 Schiltern, in Zusammenarbeit mit dem Amt d. NÖ Landesregierung, Abt. Naturschutz. Dieses Projekt wird von der EU und dem NÖ Landschaftsfonds kofinanziert.


Weiterführendes#

Quellen#

Redaktion: K. Ziegler (auf der Basis von Datenblättern von der Arche Noah)