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Helblinghaus#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Helblinghaus in Innsbruck., Foto: Ikiwaner. Aus: Wikicommons unter CC
Helblinghaus in Innsbruck.
Foto: Ikiwaner. Aus: Wikicommons unter CC

Das Bürgerhaus befindet sich in der Altstadt von Innsbruck am Stadtplatz gegenüber vom Goldenen Dachl. Der Bau ist im Kern spätgotisch (15. Jahrhundert). Auch die Spitzbögen bei den Lauben, der Lichtschacht, das Grabendach und der Erkerschmuck mit Wappenreliefs weisen auf ein gotisches Bürgerhaus hin. Die Erker waren ursprünglich mit spätgotischem Schmuck versehen. Reste davon sind bei einer Restaurierung 1932 am südlichen Erker zutage getreten.

Johann Fischer aus Hall hat das spätmittelalterliche Eckhaus 1725 erworben. 1730 ließ er das Gebäude mit Volutengiebel bekrönen.

Von außen fällt die prachtvolle Frührokoko-Fassadenstuckdekoration mit üppigen Blumensträußen und -ranken, Fruchtbündeln, Muscheln, Akanthusblätter, Fruchtgehänge, Masken und Putti auf. Sie stammt von Anton Gigl um 1730/32 und schmückt das Haus vom ersten bis zum 4. Stock und auch den großen Giebel. Die Bewegung beim Giebel, das ovale Fenster (Ochsenauge), die Überfülle an Ornamenten, all das ist typisch für den Spätbarock bzw. Frührokoko. Am Helblinghaus befindet sich auch eine Kopie des berühmten Mariahilfbildes, dessen Original im Dom von Innsbruck zu finden ist.

In dem spätmittelalterlichen Bau führte Sebastian Helbling 1833 ein Café. Nach ihm ist das Bürgerhaus auch benannt. 1979-1980 wurde das Haus vollständig renoviert. Heute ist der Bau das einzige Beispiel einer derartigen Modernisierung in der Innsbrucker Altstadt.

Quellen#

Redaktion: K. Ziegler