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Hungerburgbahn#

Standseilbahn in Innsbruck (Tirol)

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Alte Hungerburgbahn
Wagen der alten Hungerburgbahn (1906-2005) auf der Innbrücke.
Foto: Hafelekar. Aus: Wikicommons unter CC

Alte Hungerburgbahn#

Die Streckenführung der ersten Hungerburgbahn verlief von der Talstation beim Riesenrundgemälde im Stadtteil Saggen (572m) über die später errichtete Mittelstation beim Alpenzoo bis zur Bergstation auf der Hungerburg (858m).

Im Februar 1906 begannen die Bauarbeiten der Brücke über den Inn mit einer Länge von 158m. In nur 7 Monaten wurden die Schienen für die 825m lange Strecke mit einer durchschnittlichen Steigung von 36% verlegt.

1906 konnten 300 Personen mit der Hungerburgbahn bei einer Fahrgeschwindigkeit von 1,2 m/s und einer Fahrzeit von 11 Minuten, stündlich befördert werden.

Alte Hungerburgbahn
Talstation der alten Hungerburgbahn im Stadtteil Saggen, Innsbruck.
Foto: Hafelekar. Aus: Wikicommons unter CC

In den Jahren 1930, 1933, 1949 und 1951 folgten zahlreiche Umbauten und Sanierungsmaßnahmen, welche wiederum erhöhte Beförderungszahl und eine verkürzte Fahrzeit mit sich brachten. 1954 wurde der Neubau der Talstation der Hungerburgbahn, geplant und realisiert.

Im Jahre 1957 beschlossen die „Innsbrucker Verkehrsbetriebe“ einen Generalumbau. Dabei wurde die Bergstation der Hungerburgbahn nach den Plänen des Architekten Prachensky neu erbaut und versetzt. Dadurch wurde der Steigungswinkel der Strecke verringert, gleichzeitig verlängerte sich die Strecke um 15 Meter. Mit zwei neuen Standseilbahnen erhöhte sich die Kapazität der Bahn auf 1100 Personen pro Stunde.

Am 23. Juli 1958 nahm die zweite Hungerburgbahn mit einer Fahrgeschwindigkeit von 4m/s und einer Fahrzeit von 8 Minuten den Betrieb auf.

Der dritte Umbau der Hungerburgbahn mit der Inbetriebnahme zwei neuer Wägen erfolgte im Herbst 1982. Am 8. Dezember 2005 wird die denkmalgeschützte Hungerburgbahn schließlich eingestellt.

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Bis heute sind Berg- und Talstation der alten Hungerburgbahn noch erhalten, ebenso die denkmalgeschützte Innbrücke bzw. das denkmalgeschützte Stampfbeton-Viadukt vor der Bergstation. Die Gleisanlagen sind mittlerweile meist abgebaut worden und die ehemalige Strecke ist fast zur Gänze zugewachsen.

Neue Hungerburgbahn#

2005 wurde mit dem Bau der neuen Hungerburgbahn begonnen. Nach nur zwei Jahren Bauarbeit wurde am 1. Dezember 2007 die neu errichtete "Sektion I Hungerburg" feierlich in Betrieb genommen.

Die Stararchitektin Zaha Hadid entwarf die Stationsgebäude der neuen Bahn und setzte damit internationale architektonische Maßstäbe.

Die neue Hungerburgbahn gilt seit ihrer Eröffnung als Wahrzeichen von Innsbruck. Sie verbindet die Innenstadt wesentlich zentraler mit der Hungerburg, als die alte. Die Bahn startet nun im Herzen Innsbrucks, unweit des berühmten "Goldenen Dachl" neben dem Innsbrucker Kongresshaus. Bedingt durch die aufwändige Streckenführung, wie wechselnde Hangneigungen oder ober- und unterirdische Trassenführung, setzt die Bahn außerdem richtungsweisende technische Akzente.


Station Löwenhaus der Hungerburgbahn in Innsbruck
Station Löwenhaus der Hungerburgbahn in Innsbruck.
Foto: Hafelekar. Aus: Wikicommons unter CC
Hungerburgbahn Wagen Nr. 1 fährt über die Innbrücke
Hungerburgbahn Wagen Nr. 1 fährt über die Innbrücke.
Foto: Name. Aus: Wikicommons unter CC

Quellen#


Redaktion: K. Ziegler