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Jedermann#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Das Spiel vom Leben und Sterben des reichen Mannes, vom "verstockten Sünder", vom "reichen Prasser" und vom "grimmigen Tod" bildet in Hugo von Hofmannsthals Neubearbeitung von 1911 (nach einer Vorlage des englischen Mysterienspiels "Everyman" aus dem 15. Jahrhundert) den Hauptanziehungspunkt der Salzburger Festspiele.

1920 wurde Hugo von Hofmannsthals "Jedermann" auf dem Domplatz erstmals aufgeführt und die Idee von Freilichtfestspielen in Salzburg verwirklicht. So etablierten sich die Salzburger Festspiele durch die Mitwirkung des Bühnenbildners Alfred Roller, des Komponisten Richard Strauss und des Dirigenten Franz Schalk trotz der unsicheren wirtschaftlichen Lage und zunächst ohne Unterstützung durch öffentliche Mittel in den 20er Jahren rasch auch international.

Inhalt#

Die Rolle des Jedermann verkörpert das Bild eines reichen Mannes. Geld und die einhergehende Macht bestimmen sein Leben. Hilfe gewährt er nur, wenn sie ihm entsprechend zurückgezahlt wird. Mit seiner Buhlschaft ein Fest besuchend, hört er die Totenglocken läuten und eine Gestalt seinen Namen rufen. Diese gibt sich als Tod zu erkennen und teilt ihm mit, dass seine Zeit gekommen ist. Sich seines schlechten Charakters bewusst werdend, fleht er den Tod um eine Galgenfrist an. Der Tod gewährt ihm eine kurze Frist um einen Fürsprecher zu finden, der mit ihm vor das Gericht Gottes treten soll.

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Niemand will sich aber bereiterklären, Jedermann zu helfen. Weder in seinem guten Freund noch in seiner Buhlschaft findet er einen Fürsprecher. Nicht einmal sein Geld, dargestellt als Mammon, will ihn begleiten. In seiner Einsamkeit und Verzweiflung bleiben ihm alleine seine "Guten Taten", die in einer kraftlosen Gestalt auftreten. Sie wollen ihn ins Jenseits begleiten, sind aber zu schwach dafür. Die "Guten Taten" rufen ihre Schwester, den Glauben, um Hilfe. Der Glauben rät Jedermann, Gott um Gnade zu bitten. Sich seiner Verfehlungen gewahr, versucht er mit Hilfe eines Mönchs wieder zu Gott zu finden. Der Teufel, der schon Jedermanns Seele für sich beansprucht hatte, muss verärgert sehen, dass Gott Gnade walten lässt und Jedermanns Seele gerettet ist.

Quellen#


Redaktion: S. Erkinger-Kovanda