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Kardinal Graf Galen#

Herbstapfel #

Heimatlexikon - Unser Österreich

"Heimatlexikon - Unser Österreich"#

Ein Projekt von ServusTV in Zusammenarbeit mit dem Austria-Forum

Kardinal Graf Galen
Kardinal Graf Galen
© Arche Noah
Kardinal Graf Galen
Kardinal Graf Galen
© Arche Noah

HERKUNFT:#

Die Herkunft der Sorte ist nicht bekannt.

FRUCHTBESCHREIBUNG:#

Die Sorte ist sehr groß, etwa 80 bis 100 mm hoch, bisweilen noch höher und 100 mm breit und mehr, mittelbauchig, meist ziemlich regelmäßig geformt, flachkugelförmig, im Querschnitt etwas kantig wirkend, bedingt durch die fünf gut er-kennbaren Rippen, die sich flach über die Frucht bis zur Stielfläche ziehen. Zur Kelchfläche nur wenig stärker abfallend als zur Stielfläche. Eine mittelgroße Frucht wiegt etwa 380 g, besonders gut entwickelte Früchte können bis zu 650 g wiegen.

SCHALE:#

Ist glatt, fest, vom Baum großteils hellgrau bläulich beduftet, Grundfarbe ist grünlich bis grünlichgelb, bei Vollreife oft nur mehr blassgelb, nur in der Stielregion noch grünlich. Deckfarbe, mehr oder weniger verwaschen, helles bis mittleres Rot, welches in der Baumreife den Großteil der Frucht bedeckt, in der Röte leichte bis mittelstarke rote Streifung und in der Kelchregion rote Strichelung. Auffällige, stellenweise stärkere graue Punktierung, welche zumeist von einem gelben grundfärbigen Hof umgeben ist. Oft auch nur grundfärbige Punktierung, ohne Geruch.

KELCH:#

Ist mittelgroß, halboffen, Blättchen aufrecht stehend, hellbraun gefärbt, bewollt. Stärkere Rippen bedingen nicht einen kreisrunden Kelch, dessen Bucht leicht gewellt ist. Die von hier ausgehenden flachen Rippen ziehen sich über die gesamte Frucht. Die fünf leichten Höcker am Kelchrand sind deutlich erkennbar.

STIEL:#

Ist kurz, etwa 15 mm, reicht nicht über die Stielbucht, ist holzig und dick, braun, bewollt, sitzt in sehr tiefer enger, leicht schuppig berosteter Stielhöhle. Stielfläche ist breit abgeflacht, durch Rippen bedingt leicht gewellt. FRUCHTFLEISCH: Grünlichweiß bis weiß, saftig, mittelfeinzellig, mittelhart, Geschmack säuerlich-süß ohne Würze.

KERNHAUS: #

Groß, mittelständig, breit zwiebelförmig. Achse hohl, gegen Kammern weit geöffnet, pro Kammer oft bis zu vier gut ausgebildete, dicke rundliche, etwas zugespitzte braune Samen enthalten. Bei Lagerung besteht Fäulnisgefahr vom Kernhaus aus.

BAUMEIGENSCHAFTEN:#

Der Baum ist gesund, wächst mittelstark bis stark. Äste sind etwas bruchgefährdet.

GEEIGNETE BAUMFORM:#

Ist trotz der großen Früchte der Hoch- und Halbstamm, kleinere Baumformen lohnen sich nicht auf Grund der nur durchschnittlichen Fruchtqualität.

BODEN UND KLIMAANSPRÜCHE:#

Die Sorte kommt noch gut auf mittelmäßigen Böden fort. Für wärmere geschützte Obstbaulagen mit nicht zu hohen Niederschlägen während der Reifung (Fäulnis von innen heraus).

BLÜTE:#

Ist früh bis mittelfrüh, wenig empfindlich.

POLLENSPENDER/BEFRUCHTERSORTEN:#

Die Befruchtungsverhältnisse sind nicht untersucht, gute Befruchtungspartner dürften Gelber Bellfleur, Cox Orangenrenette, Goldparmäne, u.a. sein.

PFLÜCKREIFE:#

September bis Anfang Oktober.

GENUSSREIFE:#

Oktober bis November, selten Dezember.

LAGEREIGENSCHAFTEN:#

Sind nicht besonders gut, da eine gewissenhafte Überwachung wegen Fäulnisgefahr notwendig ist.

ERTRAG UND EIGNUNG:#

Die Sorte setzt spät mit dem Ertrag ein, trägt dann aber regelmäßig, eignet sich vornehmlich als Wirtschaftsapfel, Schaufrucht.

PFLEGEHINWEISE:#

Eine straffe Kronenerziehung ist notwendig, um die schweren Früchte problemlos zu tragen.

KRANKHEITSANFÄLLIGKEIT:#

Unempfindlich gegen Schorf und Mehltau, Empfindlich für Kernhausfäulnis.



Bild 'Arche_Noah_NÖ'


Bilder und Beschreibung mit freundlicher Genehmigung von der Arche Noah, A-3553 Schiltern, in Zusammenarbeit mit dem Amt d. NÖ Landesregierung, Abt. Naturschutz. Dieses Projekt wird von der EU und dem NÖ Landschaftsfonds kofinanziert.


Weiterführendes#

Quellen#

Redaktion: K. Ziegler (auf der Basis von Datenblättern von der Arche Noah)