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Karlsbader Hütte#

Gailtaler Alpen


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Karlsbader Hütte
Karlsbader Hütte
© Imo Eberhard Irsay

2.260 m

Erbaut 1888

Die Sudetendeutschen waren die ersten, die in dem damals noch vollkommen unerschlossenen Seitental der Drau ihre alpinistischen Fühler ausstreckten, und den Bergsteigern aus Teplitz gefiel es in der wildromantischen Felsarena rund um die Laserzseen anscheinend so gut, daß sie schon 1888 beschlossen, hier eine Hütte zu errichten.

Ihren ersten Bau nannten sie. nach einer Tochtergruppe ihrer Sektion Leitmeritzer Hütte. Im Jahre 1907 übernahm dann die Alpenvereinssektion Karlsbad den Platz und errichtete ein schmuckes Bergheim, welches selbst der berühmte Alpenmaler Edward Theodore Compton nicht übersehen konnte.

Um auf ihre geliebte Hütte zu gelangen, mußten die Bergfreunde aus Nordböhmen zur damaligen Zeit eine Bahnreise von 15-20 Stunden nach Lienz auf sich nehmen, und dann stand ihnen immerhin noch ein Aufstieg von 6 Stunden bevor-, alle Achtung vor so einer Begeisterung! Wenn die Zeit nicht unbedingt drängt, sollte man beim Auf- oder Abstieg den Fahrweg benützen. In diesem Fall kann man in Ruhe und Muße die grandiose Felsszenerie auf sich einwirken lassen, und man übersieht dabei auch nicht so leicht die botanischen Schönheiten, die der Kalkboden hervorgezaubert hat.

Karlsbader Hütte
Karlsbader Hütte
© Imo Eberhard Irsay

Auch der freundliche Wirt der Dolomitenhütte beim Parkplatz freut sich, wenn man bei ihm einkehrt, und sei es auch nur auf eine kleine Jause, ein Bier oder - wenn's sein muß - auf einen warmen Tee. Aber die meisten Wanderer zieht es magisch „nach oben", und so lernen sie sein Haus nur von außen kennen, meint er sarkastisch, Übernachtungsgäste hat er kaum.

Die Gipfel der Lienzer Dolomiten, in diesem Bereich „Unholde" genannt, bleiben vornehmlich den geübten Felsgehern vorbehalten: Laserzwand, 2.614 m (1 ½ Std.), Teplitzer Spitze, 2.613 m (1 ½ Std.), Simonskopf, 2.687 m (2 ½ Std.). Auch bei den Übergängen ist absolute Trittsicherheit Bedingung (Kerschbaumer Alm, 1 ½ Std.).

Talort: Tristach bei Lienz/Osttir.

Ausgangspunkt: Dolomitenhütte (Maut), (2 Std.)

Bewirtschaftungszeiten: Mitte Juni bis Ende September


Text und Bilder mit freundlicher Genehmigung des Stocker Verlags aus dem schönen Buch:

Imo Eberhard Irsay: Servus alte Hütt'n. Bekannte Schutzhütten einst und jetzt. Leopold Stocker Verlag, Graz 2002.


--> Bestellung des Buches (Leopold Stocker Verlag)

--> Web Book

« Diese Seite wurde am Donnerstag, 22. März 2012, 12:31 von Ziegler Katharina erstellt, zuletzt geändert am Dienstag, 26. März 2013, 15:14 von Ziegler Katharina (Version 6).
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