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Heilendes Wasser im Katharinastein#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Katharinastein
Katharinastein
© Hilde und Willi Senft

Am Südabhang des Bergzuges, der sich oberhalb von St. Kathrein am Hauenstein St. Kathrein am Hauenstein, Steiermark zwischen Hauereck und Pretulalpe erstreckt, liegt im Wald ein Steinblock, seit alten Zeiten „Katharinastein" genannt.

Eigentlich sind es zwei Steine, je etwa 80 x 100 Zentimeter groß, mit einer Aushöhlung in der Mitte. Im größeren der beiden Steine sammelt sich in seiner ca. 10 x 20 cm messenden natürlichen Schale ständig Wasser, ohne daß es je nachgefüllt werden müßte.

Dieses Wasser soll außergewöhnliche Heilkraft besitzen und gegen Zittrigkeit, Warzen und Hautjucken helfen. Stellt man sich aber mit gespreizten Beinen und erhobenen Armen auf den Stein, so holt man sich durch die starke Strahlung dieses Ortes besondere Kraft.

Neben den Steinen wurde ein Holzkreuz aufgestellt, auf dem die Entstehungssage zu lesen ist:
"Die beiden Steine mit den Ausnehmungen sind die Fußabdrücke der Hl. Katharina, die beim Türkeneinfall im Jahre 1529 ihren Platz am Hochaltar in der Pfarrkirche verlassen hat und hier, am Berghang, auf zwei Steinen stehend, mit dem Schwert in der Hand und einem strahlenden Lichterkranz ums Haupt sich den Türken entgegengestellt und ihnen auch ein weites Meer vorgetäuscht hat. Die Türken zogen daraufhin ab, und die Aushöhlung eines der bei den Fußabdrücke füllte sich von dem Moment an mit heilendem Wasser."

Den "Katharinastein" findet man, indem man von St. Kathrein aus der Straße zur "Bergwerkssiedlung" folgt und sich ab dort von den Hinweisschildern "vlg. Lehofer - Urlaub am Bauernhof leiten lässt. Später gesellt sich dann auch ein Schild "Katharinastein" hinzu, und man fährt nun (zum Schluss auf einem geschotterten Güterweg) bis zum "Lehofer" hinauf, wo man am besten den Weiterweg erfragt. Es gilt dann nur noch einige hundert Meter einer Forststraße zu folgen, wo uns in einer Kurve wieder das Schild "Katharinastein" durch Hochwald in wenigen Minuten zum Platz leitet.

Quelle#

  • Hilde und Willi Senft: Steirischen Geheimnissen und Kuriositäten auf der Spur, MEDIA Marketing G.m.b.H. 2000.


Redaktion: Hilde und Willi Senft