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Krautrouladen#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Krautrouladen vor dem Dünsten
Krautrouladen vor dem Dünsten.
Foto: Asio otus. Aus: Wikicommons unter CC

Gemüseblätter gefüllt zu garen, geht auf die Küche im Byzantinischen Reich zurück. Verwendet wurden damals Blätter verschiedener Pflanzen.

In den meisten Ländern, die zum damaligen Byzantinischen Reich gehört haben, blieben Krautrouladen, wobei sich die jeweiligen Landesrezepte nicht wesentlich unterscheiden, erhalten. Es gibt länderspezifisch gewürzte Füllungen, die mit Weinblättern (=Dolma im östlichen Mittelmeerraum), Kraut, Mangold oder anderen Blättern umhüllt werden. Im restlichen Europa lassen sich Krautrouladen auf die Verbreitung von Kraut als Hauptzutat zurückführen. Es war in den kühleren Regionen Mittel- und Osteuropas als Vitaminspender im Winter besonders beliebt. Krautgerichte, wie Krautrouladen, haben in den Landesküchen nicht nur deutschsprachiger Länder, sondern auch in Osteuropa beispielsweise Polen und Ungarn oder auf dem Balkan einen hohen Stellenwert.

Rezept#

für 3 - 4 Personen

  • 4 bis 8 schöne Krautblätter
  • 40 dag faschiertes Kalbfleisch (auch faschiertes Rinds- oder Schweinefleisch)
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 1 Zwiebel
  • Milch
  • 1 Knoblauchzehe
  • 3 Eier
  • 2 Semmeln
  • Semmelbrösel
  • Dijon-Senf
  • Majoran
  • Salz
  • Pfeffer a. d. Mühle
  • Rotwein
  • Paradeismark
  • 1/4 l Kalbsfond
  • 4 Scheiben durchwachsener Speck

Die Krautblätter in Salzwasser eine Minute blanchieren und abtropfen lassen.

Die Semmeln in Milch einweichen. Zwiebel und Knoblauch würfelig schneiden und in Öl anschwitzen. Petersilie klein schneiden und untermengen. Auskühlen lassen.

Das Fleisch, die würfelig geschnittenen Semmeln, die Zwiebel-Mischung und die Eier vermengen. Soviel Semmelbrösel dazugeben, dass eine geschmeidige Masse entsteht. Mit Salz, Pfeffer, Senf und Majoran abschmecken.

Die Krautblätter auflegen und je eine Portion Fülle auf jedes Krautblatt setzen. Die Seiten einschlagen und das ganze zu Rouladen aufrollen. Anschließend mit Küchengarn binden oder mit Spießchen verschließen. Die Rouladen in heißem Öl rundherum etwa acht Minuten anbraten und aus dem Topf nehmen.

2 TL Paradeismark im Bratensatz anrösten, mit einem Glas Rotwein ablöschen und einkochen lassen. Danach mit Fond aufgießen. Die Rouladen in den Topf setzen und je eine Speckscheibe darauf legen. Bei 180 Grad eine halbe Stunde ohne Deckel garen lassen.

Die fertigen Rouladen mit Erdäpfelpüree oder Salzkartoffeln anrichten.

Quellen#


Redaktion: K. Ziegler