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Der älteste Steirer#

In Wirklichkeit war er schöner als sein Abbild.#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Der älteste Steirer
Der älteste Steirer.
© Foto: Landesmuseum Joanneum

Die Autoren haben sich nicht erkühnt, diese aus dem 4. Jahrtausend vor Christus stammende Idolfigur so zu benennen. Es waren die Archäologen der Abteilung für Vor- und Frühgeschichte des Joanneums selbst, die diese humorvolle Bezeichnung wählten.

Tatsächlich handelt es sich bei dem abgebildeten Kopf eines „Idols“, einer Kultfigur, um die vorläufig älteste menschliche Darstellung aus der Steiermark. Spuren menschlicher Tätigkeit in der Steiermark können derzeit jedoch maximal 100.000 Jahre zurückverfolgt werden.

Die künstlerische Ausdruckskraft - oder jedenfalls die Fähigkeit des betreffenden Künstlers - war damals noch nicht sehr stark entwickelt, und so ist das Antlitz des „ältesten Steirers“ mit knolliger Nase und überbreiten Backenknochen gerade ganz gut als „menschlich“ zu erkennen. Allenfalls ist ein gewisser leidender Gesichtsausdruck wahrzunehmen. Der Kampf ums Dasein war damals sicher kein Honiglecken. Wie unsere Vorfahren aber tatsächlich ausgesehen haben, lässt sich an dieser interessanten Figur nicht erkennen.

Wir können jedenfalls das Idol und viele andere interessante Funde aus der steirischen Frühzeit in der sehr übersichtlich arrangierten archäologischen Sammlung des Joanneums im Schloss Eggenberg jederzeit besichtigen.

Wandertip:#

Der Besuch der archäologischen Ausstellung in Schloss Eggenberg ist ein sehr lohnender Ausflug. Wollen wir aber die Gegend etwas genauer kennenlernen, wo der „Älteste Steirer“ gefunden wurde, empfehlen wir eine Wanderung von Fernitz Fernitz, Steiermark über St. Ulrich a. W. nach Allerheiligen Allerheiligen bei Wildon, Steiermark . Wir müssen immer auf dem „1er Weg“ bleiben. (Gehzeit: Fernitz - Allerheiligen ca. 3 Std.; Karte: Freytag & Berndt Nr. 44)

Quellen#

  • Text und Bild aus: Steirischen Geheimnissen und Kuriositäten auf der Spur, Hilde und Willi Senft, MEDIA Marketing G.m.b.H. 2000


Redaktion: Hilde und Willi Senft