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Landeshymne Vorarlberg#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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„s'Ländle, meine Heimat" - Text und Melodie von Anton Schmutzer


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Das Land Vorarlberg gab sich verhältnismäßig spät eine Hymne:

mit Landesgesetz vom 10. Mai 1949 (LGB1. 21/1949) wurde das Lied „s'Ländle, meine Heimat", gedichtet und vertont von Anton Schmutzer, zur Landeshymne bestimmt.

Anton Schmutzer, der das Lied schon 1905 geschrieben hatte, war ein echter Sohn des Landes. Schon sein Vater war Regens chori der Feldkircher Stadtpfarrkirche gewesen. Zwar hatte der Sohn Anton Jus studiert, doch wie seinen Bruder Philipp zog es ihn zur Musik. Anton begann seine Laufbahn als Musiklehrer an der berühmten „Stella Matutina" und leitete wie sein Vater die Kirchenmusik. Er komponierte Messen und Motetten, Lieder und Märsche.

Das im Dreivierteltakt gesetzte Lied war über die Schule und das Jugendsingen schon vor seiner offiziellen Bestimmung weit im Land verbreitet. Der Text enthält - ähnlich wie die dreißig Jahre später entstandene burgenländische Landeshymne - als Hauptmotiv die Treue zur Heimat, die kurz geographisch und anhand ihrer Flora beschrieben wird. Auch hier die Erwähnung des Bürgerfleißes („ein rührig Völklein") und der etwas linkische Hinweis auf die Landesfarben („und rot-weiß weht es in der Luft").

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--> Vorarlberger Landeshymne abspielen:

„Will treu dir bleiben, bis mich der liebe Herrgott ruft" ist - obwohl in jeder Strophe zweimal, also insgesamt sechsmal vertreten - im Gegensatz zu den Texten der Hymnen von Burgenland und Salzburg keine auf das Land bezogene religiöse Formel, sondern nur der Ausdruck der lebenslangen Treue zur Heimat. Die kunstvolle Melodie (Noten in Originalgröße) der Vorarlberger Hymne mit ihrem komplizierten Rhythmus (häufige Triolen, abwechselnd mit punktiertem Rhythmus) ist in leichtem Tanzcharakter gehalten. Durch die großen Intervallsprünge eignet sich das Lied mehr zum instrumentalen als zum vokalen Vortrag.


Autor: Peter Diem