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Ludwig Zettel#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Ein Projekt von ServusTV in Zusammenarbeit mit dem Austria-Forum

Der Guts- und Fabriksbesitzer Baron Friedrich Leitenberger - zu seiner Zeit einer der wichtigsten Kunstmäzene und Wegbereiter für eine ganze Generation von jungen Künstlern, darunter Makart und der Bildhauer Viktor Tilgner - ließ sein Palais 1871/1872 von Ludwig Zettel - in einem für die damalige Zeit untypischen, eher kargen und auf figuralen Fassadenschmuck verzichtenden Stil erbauen.

Es stellt heute eines der letzten original erhaltenen Palais aus der Zeit des Historismus an der Wiener Ringstraße dar.

Die historisch wertvolle renovierte Bausubstanz des Palais Leitenberger umfasst die Bel Etage, die Prunkstiege, die Einfahrt, den Innenhof sowie die Fassaden.

Im Zuge der Renovierung konnte ein Großteil der reichen Holzvertäfelung wiederhergestellt werden. So fand man zum Beispiel in einem der Salons der Bel Etage Originaltapetenreste und konnte durch diese den ursprünglichen Zustand wiederherstellen. Auch alte Türschnallen und -drücker bzw. -knöpfe konnten durch liebevolle Detailarbeit wieder instandgesetzt und montiert werden. Die ebenfalls restaurierte Außenfassade des Palais entspricht heute wieder in Form und Farbe dem Originalzustand.

Heute beherbergt das Haus – zusammen mit einem benachbarten zweiten Ringstraßenpalais, dem Palais Henckel von Donnersmarck, das Radisson SAS Palais Hotels.

Bei der Ausstattung der Hotelzimmer wurde besonderer Wert auf eine Einrichtung im Stil der Zeit gelegt (so wurden die Stoffe von den Tapeten bis zu den Betttüchern in enger Zusammenarbeit mit den Experten des Denkmalamtes ausgewählt)

Der geniale Wiener Architekt Ludwig Zettel hatte auch eine U-Bahn für Wien in "offener Bauweise" konzipiert, die die Kosten für die "Geschlossene Bauweise" bedeutend niedriger gehalten hätten.

Quellen#


Redaktion: I. Schinnerl