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Maria Theresienstraße Innsbruck Maria Theresienstraße, Innsbruck #

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Maria Theresien Straße
Maria Theresien Straße
© TVB Innsbruck / Christoph Lackner

Die Maria-Theresien-Straße - benannt nach Kaiserin Maria Theresia - ist eine breit angelegte, leicht gekrümmte Pracht- und Geschäftsstraße; heute eine der frequentiertesten Straßen Innsbrucks.

Ausgehend von der im 12. Jahrhndert gegründeten historischen Altstadt bildete die Maria-Theresien-Straße die erste und bedeutendste Stadterweiterungsachse in Richtung Süden. Entlang des wichtigsten Handelswegs nach Wilten ("Veldidena" – römische Siedlung) und weiter zum Brenner entwickelte sich hier ab dem 14. Jahrhundert die sogenannte "innere Vorstadt". Daraus entstand in weiterer Folge die "äußere Vorstadt", aus der sich im 15. Jahrhundert der heutige Straßenzug der Maria-Theresien-Straße bildete. Im späten Mittelalter hatte die Maria-Theresien-Straße ihre vorwiegende Bedeutung als zentrales Wohnviertel.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts begann der hohe Adel vielfach aus mehreren vorhandenen Gebäuden palaisartige Bauten zu errichten, die im 19. Jahrhundert in bürgerliche Hand übergingen. 1873 erhielt die Straße ihren heutigen Namen (knapp hundert Jahre nach dem Tod der Monarchin).

Im Lauf der Jahrhunderte wurden immer wieder Gebäude abgerissen und durch neue ersetzt. So finden sich hier heute Bauten u. a. aus Renaissance, Barock oder Neugotik und einige aus dem Wiederaufbau nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs. Trotz dieses Sammelsuriums an Baustilen wirkt die Maria-Theresien-Straße dank ihrer charakteristischen Fassadengliederung mit Erker, Fensterausbildung, Dekor, Farben etc. sowie der Dachform durchgängig und wie aus einem Guss.

1992 wurde eine Fußgängerstraße mit Parkverbot eingeführt, 1999 wurde die Erprobungsphase der Fußgängerzone ausgerufen, 2005 wurde die Fußgängerzone Maria-Theresien-Straße im nördlichen Abschnitt durch die Herausnahme der Linie 3 endgültig straßenbahnfreiund lädt nun zum Flanieren und Verweilen (unterschiedliche Shops, Boutiquen, 2 Einkaufszentren, Rathausgallerie) ein, der südliche Teil ist eine Straße für den Öffentlichen Verkehr.

Quellen#


Redaktion: I. Schinnerl