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Maiswurzelbohrer#

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Heimatlexikon - Unser Österreich

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Maiswurzelbohrer. Aus: Wikicommons

Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera virgifera):

Der Maiswurzelbohrer wurde ursprünglich aus Mexiko wahrscheinlich über Flugzeuge eingeschleppt. In den USA ist er seit 1909 bekannt, in Europa ist er seit den 1990er Jahren stark in der Ausbreitung begriffen. (Nentwig et al. 2011 ) Die Käfer sind sehr mobil und können weite Strecken im Flug zurück legen. Es wurden potentielle Ausbreitungsgeschwindigkeiten von bis zu 50km im Jahr beobachtet. Die verursachten Schäden im Maisanbau sind beträchtlich: Die Larven befallen die Wurzeln der Pflanze und behindern damit die Nährstoffproduktion der Pflanze und fördern damit auch eine Sekundärinfektionen durch Pilze. Die Pflanze hat eine geringere Standfestigkeit und bildet einen sogenannten „Gänsehals“ aus wodurch die mechanische Ernte erschwert wird.“ Als wirksames Mittel sind Insektizide zu sehen, wobei eine einfach Fruchtfolge von 2 Jahren ein sehr wirksames Mittel ist. Der Einsatz natürlicher Feinde befindet sich erst im Versuchsstadium. In Österreich trat der Käfer erstmals 2002 auf. Er gilt in der EU als Quarantäneschädling, wodurch seine Bekämpfung in den Gesetzen und Verordnungen der Bundesländer geregelt ist.


--> Neobiota und Invasive Arten (Allgemeine Einführung)

Literatur#

  • (Nentwig 2011) Nentwig Wolfgang (Hrsg.): Unheimliche Eroberer – Invasive Pflanzen und Tiere in Europa. , Haupt Verlag, 2011, S.95ff
  • (Kowarik 2010) Kowarik Ingo: Biologische Invasionen – Neophyten und Neozoen in Mitteleuropa. Mit Beiträgen von Wolfgang Rabitsch, 2. wesentlich erweiterte Auflage, Eugen Ulmer Verlag, 2010, S.328


Link:

Maiswurzelbohrer (AGES)


Redaktion: Maga. Lisa Maurer