unbekannter Gast

ORF - Österreichischer Rundfunk#

Heimatlexikon - Unser Österreich

"Heimatlexikon - Unser Österreich"#

Ein Projekt von ServusTV in Zusammenarbeit mit dem Austria-Forum

ORF-Logo
ORF Logo

ORF ist die seit 1967 gebräuchliche Abkürzung für "Österreichischer Rundfunk".

Vorgänger des des öffentlich-rechtlichen ORF vor 1957 waren Radio Wien, die Rundfunkeinrichtungen der Besatzungsmächte (Radio) und vor 1938 die RAVAG.

Am 11. 12. 1957 wurde die Österreichische Rundfunk Ges. m. b. H. gegründet, die nach dem Rundfunkvolksbegehren 1964 durch das am 1. 1. 1967 in Kraft getretene Rundfunkgesetz reformiert wurde; letzteres hat die Missstände des vorangegangenen Proporzrundfunks beseitigt.

Ab den 1970er Jahren erfolgte die Errichtung des ORF-Zentrums in Wien (1976) und der neuen Landesstudios (von Gustav Peichl) in den Hauptstädten der Bundesländer (ab 1972).

Ab 1974 (Rundfunkgesetz vom 10. 7. 1974) war der ORF eine öffentlich-rechtliche Anstalt, seit 2002 (ORF-Gesetz) ist er eine Stiftung des öffentlichen Rechts.

Er war bis Ende 1993 der einzige durch Bundesgesetz zugelassene und zugleich mit einem Programmauftrag ausgestattete Rundfunkveranstalter in Österreich (Rundfunkmonopol, beendet durch das Regionalradiogesetz vom 9. 6. 1993).

Das ORF-Auge an der Einfahrt zum ORF-Zentrum
Das "ORF-Auge" an der Einfahrt zum ORF-Zentrum
© APA

Der ORF erfüllt den Programmauftrag (u.a. Information, Förderung der österreichischen Identität und des Verständnisses für die europäische Integration, Vermittlung und Förderung von Kunst und Wissenschaft, Berücksichtigung von Minderheiten) unter dem Unabhängigkeitsschutz des ORF-Gesetzes durch Ausstrahlung von 12 Radio- und 4 Fernsehprogrammen.

Der ORF ONLINE - mit ORF.at (Österreichs führendes Online-Angebot mit Nachrichten, Information und Serviceangeboten), und der TVthek (die TV-Programmhighlights als Video-on-Demand) - rundet das umfassende Medienangebot ab.

(Darüber hinaus ist der ORF am deutschsprachigen TV-Kultursender 3sat beteiligt und kooperiert mit dem TV-Satelliten-Bildungsprogramm des Bayrischen Rundfunks BR-alpha sowie mit ARTE.)

Der ORF zieht seine Erlöse zu weniger als zwei Drittel aus Programmentgelten, den Rest aus Werbeeinschaltungen und Nebenrechten. Die Rundfunkgebühren werden von der ORF-Tochter GIS eingehoben.

Wichtigste Organe des ORF sind der Stiftungsrat (35 Mitglieder), Generaldirektor, Publikumsrat (36 Mitglieder) und die Prüfungskommission.

Bisherige Generalintendanten des ORF:

GeneraldirektorInnen:

Weiterführendes#

Videos zum Thema#




Logo ORF


Bild 'orf'


Der digitale ORF (20.4.2001)


(mit freundlicher Genehmigung des ORF und EuScreen)


Literatur#

  • H. Magenschab, Demokratie und Rundfunk, 1973
  • V. Ergert, 50 Jahre Rundfunk in Österreich, 4 Bände, 1974-85
  • ORF-Almanach, erschien zuletzt 1996/97