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Opus#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Opus in Rauchenwarth/Niederösterreich, September 2007.
Foto: Michael Dufek. Aus: Wikicommons unter CC

Die damalige Garagenband formierte sich 1973 in der Urversion: Kurt Rene Plisnier (keyb.), Ewald Pfleger (guit.) und Exsängerknabe Walter Bachkönig (bass) und traf sich zu regelmäßigen Sessions.

Neben Coverversionen wurden erste Eigenkompositionen geprobt. Daneben gab es auch Rockversionen der kleinen Nachtmusik oder des Säbeltanzes. Mit diesem Repertoire bestritten sie erste Konzerte im Burgenland und der Steiermark. Ab 1974 spielte Günther Grasmuck am Schlagzeug und Hans Palier gab an der Gitarre ein 6jähriges Gastspiel. Mit dieser Besetzung gelang der erste große Erfolg beim Steirischen Bandwettbewerb.

Opus organisierte 1978 das Austria Rock Festival, ein Meilenstein für die österreichische Musikszene. Im selben Jahr zogen Opus in das langjährige „Bandheim“, nach in Judendorf/Graz. Schließlich wurde 1979 die Stimme Herwig Rüdisser gefunden.

1980 nahmen sie ihr erstes Album „Daydreams“ mit Produzenten Peter Janda in Hilpoltstein/Deutschland auf, welches dann auf Phonogramm erschien. Mit dem Ausscheiden Walter Bachkönig endete auch der Einfluss der klassischen Musik. Als neuer Bassist kam Niki Gruber in die Band.

1981 arbeitete Opus erstmals mit Starproduzenten Peter Müller zusammen, eine Kooperation, die sich als außerordentlich fruchtbar herausstellen sollte. Mit „Eleven“ (ok Musica) schafften Opus ihre erste „Goldene“. Die Singles „Eleven“ und „Flyin´ High“ wurden Hits in Österreich.

AMA übernahm das Management von Opus. Gemeinsam mit Christopher Cross und Lou Reed traten sie in der Arena di Verona auf. Im Herbst präsentierte Opus das Konzeptalbum „Opusition“. Am 22. November ´82 traten sie in Deutschland bei der Show „Auf los geht´s los“ auf. Ein Highlight in der Bandgeschichte war das Ö3- Open Air im Wiener Weststadion, bei dem sie zum ersten Mal mit Wolfgang Ambros und Reinhard Fendrich auf der Bühne standen. Erstmals wurden Alben von Opus auch im Ausland veröffentlicht: Deutschland, Schweiz, Benelux – Länder, Schweden, Italien und Singapore.

1984 erschien das vierte Album „ Up and Down“ nach dreimonatiger Studioarbeit bei Peter Müller. Anschließend touren die Fünf „up and down“ durch Österreich und Deutschland. Der mittlerweile charakteristische Opus–Chor wird von Falco für die LP „Junge Römer“ engagiert.

Nach der LP „ Up and Down“ wurde ein Live-Album aufgenommen. Zu dem kam ein neuer Titel mit dem Namen Live Is Life, welcher zu einem internationalen Erfolg wurde.

Die Band tourte sowohl durch die USA als auch durch Staaten des Ostblocks, spielte danach Konzerte in Mittel- und Südamerika. Der Erfolg war immerhin so groß, dass Opus nach Anton Karas und Falco als erst dritte österreichische Band vom New Yorker Musicstore Tower Records vertrieben wurde.

Das siebte Album „Opus” konnte den Erfolg des Vorgängers nicht wiederholen. Die Single „Whiteland” wird zur zweiterfolgreichsten nach „Live Is Life“ und schaffte eine Top-3-Platzierung in Österreich. Die Band absolvierte weitere internationale Konzerte, bekam aber immer weniger Zustimmung und zog sich vorerst aus dem Musikgeschäft zurück.

1991 wechselte die Band die Plattenfirma und Bassist Niki stieg aus der Band aus. Opus brachte kurze Zeit später das Album „Walking On Air” heraus, das in den Ö3 Austria Top 40 den 13. Platz belegen konnte. Auch mit der Single „Gimme Love” konnten sie in Österreich an alte Erfolge anschließen. 1993 feierte die Gruppe das 20-jährige Jubiläum in Graz (Gast war unter anderem Falco) und nahm dabei den Live-Sampler „Jubilée” auf.

Ins neue Jahrtausend startete Opus mit einem Auftritt zu einer ZDF-Silvestergala. Nach einer zweijährigen Kreativpause gab es 2002 wieder internationale Auftritte und ein neues Studioalbum mit dem Titel „The Beat Goes On”.

Zum 35-jährigen Jubiläum veröffentlichte die Band das Best-Of „Back To The Future”. Kurz zuvor konnte sich die Reggae-Neuauflage von Live Is Life in den österreichischen Charts platzieren. Auf der CD ist neben der Rockversion auch ein Dancehall-Remix des Klassikers zu finden. Anlässlich der EURO 2008 wird der Song in Österreich durch Sony BMG vermarktet. 2009 spielte Opus in der Grazer Oper in Begleitung eines klassischen Orchesters unter der Leitung von Christian Kolonovits einige ihrer größten Hits. Das Konzert wurde sowohl also Audio- und Videoaufnahme unter dem Titel "Tonight At The Opera" veröffentlicht. Das Konzert fand im Dezember 2011 aufgrund des großen Erfolges des Vorgängerkonzertes erneut statt.

Weltweit gilt Opus trotz mehrerer national erfolgreicher Hits als One-Hit-Wonder.

Discographie#

1980: Daydreams (produziert von Peter Janda) “My Style”

1981: Eleven (produziert von Peter Müller) “Eleven”, “Flyin´ High”

1982: Opusition (produziert von Peter Müller) “Best Thing”, “The Opusition”

1983: “Angie” (Single)

1984:Up and Down( produziert von Peter Müller) “ Positive”, “Vivian”

1985: Live Is Life (produziert von Opus und Peter Müller) “Live Is Life”

1985: Best of Opus

1985: Solo (produziert von Peter Müller), “Idolater”, “Rock On The Rocks”

1987: Opus (produziert von Eddy Offord, Peter Müller und Opus), “Whiteland”, “Faster And Faster”, “Will You Ever Know Me”

1990: Magical Touch (produziert von Erwin Musper), “When The Night Comes”, “A Night In Vienna”

1992: Walkin´ On Air (produziert von Ewald Pfleger), “Gimme Love”, “Walkin´ On Air”, “Crazy World”

1993: Jubilee (produziert von Ewald Pfleger)

1996: Love God & Radio (produziert von Ewald Pfleger), “Just For Fun” “When I Met You”

1997: “Hands In The Air” (Single-Neuaufnahme)

1998: “Viva Austria” (Sporthilfe Charity)

2004: „The Beat Goes On“ (produziert von Tato Gomez + Opus)

2008: "Live Is Life" 2008 Reggaeversion (produced by Fritz "Jerry" Jerey) "Live Is Life" 2008 Rockversion (produced by Ewald Pfleger & Bernhard Thurner)

2008: "Back To Future" (produced by Ewald Pfleger & Bernhard Thurner)

Quellen#


Redaktion: K. Ziegler