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Osterkreuz#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Ein Projekt von ServusTV in Zusammenarbeit mit dem Austria-Forum

In der Süd- und Oststeiermark war und ist es zu Ostern Brauch weithin sichtbare Feuer anzuzünden. Sie sind Ausdruck der Freude über die Auferstehung Jesu Christi, deshalb nennt man diese Feuer Freudenfeuer.

Später kam die Idee auf, vorwiegend Kreuze, aber auch andere christliche Symbole, darzustellen. Dazu wurden eigens dafür hergestellte Gerüste verwendet an die man Lampions aus Seiden- oder Krepppapier hing, die mit Kerzen beleuchtet wurden.

Die Freude an den „brennenden“ Symbolen weilte jedoch nur kurz, da einsetzende Witterung - entweder Wind oder Regen – die Kerzen löschte oder aber die Lampions Feuer fingen. Ebenso war es ein mühsames Unterfangen, gelöschte Kerzen wieder anzuzünden.

Nachdem der elektrische Strom auch in entlegensten Gebieten Einzug gehalten hatte, ersetzte man die Lampions durch Glühbirnen.

Die Osterkreuze werden am Karsamstag, Ostersonntag, Ostermontag und am darauffolgenden Wochenende eingeschaltet, und sind weithin sichtbar.

In Maierdorf bei Gnas (Steiermark) erstrahlt jedes Jahr zu Ostern ein Osterkreuz, welches mit seinem ca. 2000 Glühbirnen zu den Größten der Region zählt. Der Brauchtumsverein Maierdorf engagiert sich seit 2003 für die stetige Instandsetzung und Verbesserung des Osterkreuzes. Schließlich ist das Osterkreuz dort schon seit den 50er Jahren Tradition.

Quellen#


Redaktion: K. Ziegler