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Pfeifenmacher#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Zwei Pfeifen
Pfeifen
Foto: "Leibnitzkeks". Aus: WikiCommons unter CC

In der Pfeife wird Tabak in einer Brennkammer zum Glimmen gebracht und der Rauch durch den Rauchkanal über das Mundstück eingeatmet. Bis zum 19. Jahrhundert war die Pfeife eine der am häufigsten verbreiteten Form, Tabak zu rauchen.

Früher wurden Pfeifen per Hand hergestellt, heute können sie auch maschinengefertigt werden. Letztere sind vom Kaufpreis her günstiger, als von Hand gefertigte. Der Preis einer handgefertigten Pfeife richtet sich u.a. nach Holzart, Holzmaserung oder Fehlerfreiheit des Holzes und natürlich auch nach der Bekanntheit des Herstellers. Pfeifen können als Sammlerstücke in limitierter Auflage aber auch als Antiquität erworben werden. Neben Holz werden auch Materialien wie Kunststoff, Maiskolben, Glas, Meerschaum etc. verwendet.

Herstellung#

Für die Brennkammer benötigt man z.B. ein Stück Holz. Auf diesem wird zuerst die Pfeifenform aufgezeichnet um zu wissen, wo gebohrt werden darf. Die Kopffläche wird grob angesägt und die Mitte der Bohrungen markiert. In vielen Arbeitsschritten wird die die Brennkammer sowie der Rauchkanal ausgefräst und -gebohrt. Die Form des Pfeifenkopfs wird zunächst grob ausgesägt und anschließend mittels einer Schleifscheibe in Form geschliffen. Der Holm, also die Verbindung zum Mundstück, muss mit der Hand geschliffen werden. Fehler im Holz können gekittet werden, mindern aber den Wert der Pfeife. Zum Holm muss noch ein passendes Mundstück gefertigt werden. Nun hat man eine Pfeife in seiner "Rohform". In weiteren Schritten kann die Pfeife verziert, gefärbt und poliert werden.

Quellen#


Redaktion: S. Erkinger-Kovanda