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Prangerstutzen#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Prangerstutzenschützen
© Herbert Pirker

Prangerstutzen sind Handböller, die im Brauchtum eine große Rolle spielen. Prangerstutzenschützen sind ausschließlich "Festschützen". Dieser Brauch darf nur in gemeldeten Vereinen (in Salzburg 30) ausgeübt werden. Die Prangerstutzen sind 50 bis 70 cm lange und 15 bis 30 kg schwere Vorderlader, die mit Schwarzpulver betrieben werden.

Das Prangerstutzenschießen gehört zu den sogenannten Lärmbräuchen. Diese gehen auf den Glauben zurück, dass böse Geister und Dämonen durch Lärm abgewehrt werden können. Heute ist dieser Aberglaube aber in den Hintergrund getreten, so dienen die Lärmbräuche eigentlich zum Ausdruck der Freude und haben einen festlichen Charakter. Geschossen wird bei kirchlich-religiösen, weltlichen Anlässen, sowie bei Prangerstutzenschützen-Bräuchen.

Zurückführen lässt sich dieser Brauch aufgrund einer eingravierten Jahreszahl in einem Stutzenrohr bis ins späte 17. Jahrhundert.

Quellen#


Redaktion: S. Erkinger-Kovanda