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Salzburger Birne#

Sommerbirne#

Heimatlexikon - Unser Österreich

"Heimatlexikon - Unser Österreich"#

Ein Projekt von ServusTV in Zusammenarbeit mit dem Austria-Forum

Salzburger Birne
Salzburger Birne
© Arche Noah
Salzburger Birne
Salzburger Birne
© Arche Noah

HERKUNFT:#

Daß die Salzburger Birne aus Salzburg stammen soll ist nicht gesichert . Nach einigen Autoren wird sie als nächste Verwandte der in Österreich vorkommenden Augsbirnen gehalten, denen sie in Blatt, Holz und Wuchs ganz angeglichen ist. Vermutlich ist sie eine seit vielen Jahrhunderten bodenständig gewordene oder als Zufallssämling hier entstandene Sorte, deren genaue Herkunft nicht mehr eruierbar ist und die sicher schon vor 1700 hier vorhanden war. Synonyme: Braunrote Sommerrusselet, Rote Bergamotte, Zuckerbirne.

FRUCHTBESCHREIBUNG:#

Die Frucht ist klein bis mittelgroß, etwa 44 – 54 mm hoch und 41 – 56 mm breit, abgestumpft kegelförmig, Kelchseite abgeplattet, gegen den Stiel zu abgerundet oder auch kreiselförmig abnehmend, kelchbauchig.

SCHALE:#

ist glatt bis rauh, Grundfarbe grünlich, später grünlichgelb bis gelblichgrün, oder auch gelblich. Deckfarbe ist braunrot bis dunkelpurpurrot, verwaschen 1/3 – 2/3. Schalenpunkte zahlreich, hell, vorallem in der Deckfarbe und an berosteten Stellen auffällig. Berostung oft sehr stark, zum Teil flächig, teils auch netzartig und in Figuren.

KELCH:#

ist offen, langblättrig, manchmal auch verkümmert, in weiter Kelchgrube, die oft durch Beulen verengt ist, meist berostet, Kelchrand ist wellig.

STIEL:#

ist kurz bis mittellang (18 – 30 mm) stark, holzig, braun, mit hellen Punkten, oft knospig, sitzt schwach vertieft, manchmal von Beulen umgeben. Wird oft durch einen Fleischwulst seitlich gedrückt. Stielgrube zumeist berostet.

FRUCHTFLEISCH:#

gelblichweiß, grob, um das Kernhaus steinig, saftreich, halbschmelzend, säuerlichsüß, sehr angenehm gewürzt.

KERNHAUS:#

ist wenig oder nicht hohlachsig mit kleinen Fächern, spindelförmig, von Steinkranz umgeben. Samen oft unvollkommen ausgebildet. Gut ausgebildete Samen sind klein, beinahe rund, dick, an einem Ende zugespitzt.

BAUMEIGENSCHAFTEN:#

Dieser wächst in der Jugend kräftig, bildet hochstrebende Kronen mit mehreren Hauptästen und kann sehr alt werden.

GEEIGNETE BAUMFORM:#

ist der Hoch und Halbstamm, gedeiht aber auch auf Quitte. BODEN UND KLIMAANSPRÜCHE: Sowohl Ansprüche an Boden als auch Klima sind gering. Gedeiht noch in trockenen, heißen, als auch rauhen Lagen. Die Früchte sind windfest.

BLÜTE:#

ist sehr früh.

POLLENSPENDER:#

Ja, Pollen ist gut, Jungfernfrüchtigkeit ist gegeben, bedarf daher keines Befruchtungspartners.

BEFRUCHTERSORTEN:#

sind noch nicht durch Versuche ermittelt worden.

PFLÜCKREIFE:#

Mitte August bis Anfang September. Soll vor der Baumreife gepflückt werden, hält dann etwa vier Wochen in gutem Naturkeller. Ansonst ist die Haltbarkeit gering.

ERTRAG UND EIGNUNG:#

Der Ertrag ist sehr hoch und mittelfrüh einsetzend (ab 6. bis 8. Standjahr). Ist eine sehr gute Tafel- und Wirtschaftssorte von lokaler Bedeutung.

PFLEGEHINWEISE:#

Nach dem Kronenaufbau geringe Pflege notwendig.

KRANKHEITSANFÄLLIGKEIT:#

Baum ist widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge. Auf feuchtem Boden ist er empfindlich.



Bild 'Arche_Noah_NÖ'


Bilder und Beschreibung mit freundlicher Genehmigung von der Arche Noah, A-3553 Schiltern, in Zusammenarbeit mit dem Amt d. NÖ Landesregierung, Abt. Naturschutz. Dieses Projekt wird von der EU und dem NÖ Landschaftsfonds kofinanziert.


Weiterführendes#

Quellen#

Redaktion: K. Ziegler (auf der Basis von Datenblättern von der Arche Noah)