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Schatzkammer#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Reliqienbehälter
Reliquienbehälter. Das Bild zeigt die Stephansbursa, einen Reliquienbehälter aus der Zeit Karls des Großen
Foto: Franz Hubmann, © IMAGNO

Die Anfänge der Wiener Schatzkammer liegen im 14. Jahrhundert.

Damals verwahrte man in sicheren Gewölben neben der Burgkapelle Gerätschaften aus Gold und Silber, Münzen, Edelsteine und Schmuckstücke, Urkunden des Kaiserhauses und Reliquien. Kaiser Rudolf II. (1552-1612) ließ im Nordwesten der Hofburg das „Kunsthaus“ errichten, von dem Teile in die heutige Schatzkammer einbezogen sind. Deren Präsentation wurde nach umfassender Restaurierung 1983- 1987 neu gestaltet.

In der weltlichen Schatzkammer befindet sich der wichtigste Kronschatz aus dem Mittelalter: die Insignien und Kleinodien des Heiligen Römischen Reichs mit der Reichskrone und der Heiligen Lanze. Weitere Höhepunkte sind die Krone Rudolfs II. (die spätere österreichische Kaiserkrone), Kostbarkeiten des Ordens vom Goldenen Vlies und einer der größten Smaragde der Welt. Es finden sich hier auch die habsburgischen Hausinsignien (nach 1804 Insignien des Kaisertums Österreich) und der Burgundischen Paramentenschatz. Ein Narwalzahn ("Einhorn") und eine spätantike Achatschale ("Heiliger Gral") wurden zum „unveräußerlichen Erbstücken des Hauses Österreich“ erklärt.

Die Objekte der geistlichen Schatzkammer stammen vor allem aus dem mittelalterlichen Reliquienkult und der Zeit der Gegenreformation: Monstranzen und Kelche, Messgewänder, Hausaltäre der Habsburger, seit 1922 auch der Habsburgerschatz der Kapuzinerkirche, Messgeräte, Reliquiare und Paramente vom 12. Jahrhundert an und andere Meisterwerke.

Die Schatzkammer befindet sich in der Hofburg. Hofburg, Wien

Quellen#


Redaktion: Hermann Maurer