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Schiflugschanze Kulm#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Kulmschanze
Schiflugschanze Kulm 2011
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Die Schiflugschanze Kulm war viermaliger Austragungsort von Schiflug-Weltmeisterschaften ("Skiflug") : 1975, 1986, 1996 und 2006. Sie wurde nach früheren Anfängen als Großanlage 1950 errichtet und im Herbst 2004 neuerlich umgebaut und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Sie gehört nun zu den größten Natursprungschanzen der Welt, mit einem "Naturanlauf" von 140 m Länge.

Den Springern und Funktionären steht seitdem als Aufstiegshilfe ein neuer Doppel-Sessellift zur Verfügung. Anlässlich der Skiflug-Weltmeisterschaft 2006 wurde direkt über der Anlaufspur für die Springer ein neues Starthaus mit Warteraum und Imbissstube errichtet. Wenn keine Sprungbewerbe stattfinden, steht das Starthaus Besuchern als Aussichtspunkt zur Verfügung. Im Bereich der Mittelstation des Sessellifts wurde im Kampfrichterturm ein Skisprung-Museum eingerichtet, das jährlich von Mai bis September jeweils von Mittwoch bis Sonntag bei freiem Eintritt geöffnet ist. (Eingeschränkter Betrieb 2012!)

Die Schanze Tauplitz, Kulm liegt am Kulmkogel (1123 m hoch), einem kleinen Berg in der obersteirischen Gemeinde Tauplitz, der dem Grimming vorgelagert ist.

Den Schanzenrekord hält seit dem 10. Jänner 2009 der Österreicher Gregor Schlierenzauer, der im zweiten Wertungsdurchgang 215,5 Meter weit flog. Er löste damit den bisherigen Rekordhalter Sven Hannawald (Deutschland) ab, der seit 2003 mit 214,0 Metern die Höchstweite hielt.

Im Jahr 2003 erreichte der Österreicher Christian Nagiller eine Weite von 220,0 Metern. Er konnte jedoch den Sprung aufgrund einer aufgegangenen Bindung in der Landephase nicht stehen.

Ein weiterer Ausbau wird in Erwägung gezogen, der Weiten bei 250 m (Weltrekorde!) ermöglichen würde.

Seit 2011 gibt es auch einen von Red Bull im Sommer gesponserten Wettbewerb, wo die Schanze von unten bis zum oberen Ende des Anlaufs zu erlaufen ist!

Quellen#


Redaktion: H. Maurer