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Schloss Linz#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Burg in Linz - Stich von 1732
Die Burg in Linz. Stich von Friedrich B. Werner, um 1732.
© Brandstätter Verlag

Die 799 erstmals urkundlich erwähnte Burg Schloss Linz ging auf ein römisches Kastell zurück und gelangte an Herzog Leopold VI. von Österreich. Zwischen 1485 und 1493 diente sie Kaiser Friedrich III., der hier starb, als Residenz und Zufluchtsort. Sein Land war großteils von den Ungarn besetzt, Banden zogen marodierend umher, und immer wieder fielen die Türken ein. Friedrich erweiterte die Burg und errichtete Befestigungsanlagen.


Auf den Grundfesten der Burg Friedrichs III. errichtete Kaiser Rudolf II. einen gewaltigen Neubau, dessen Rohbau 1607 stand. Im Schloss waren die Wohnräume des Landeshauptmanns, seiner Beamten und deren Kanzleien untergebracht. Die Kaiserzimmer befanden sich im obersten Stock.


Im Jahr 1743 fand auf Schloss Linz die Erbhuldigung für Maria Theresia statt. Nach einer Brandkatastrophe im Jahr 1800 wurde das Schloss nicht mehr vollständig wiederaufgebaut. Von 1851 bis 1945 fand es als Kaserne Verwendung. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Schloss als Unterkunft für Flüchtlinge; 1952 übernahm das Land Oberösterreich die einstige Residenz. Seit ihrer Restaurierung sind hier die Sammlungen des Oberösterreichischen Landesmuseums untergebracht.


Die große Anlage besteht aus zwei Höfen, dem Friedrichstor (mit Wappenstein, 1481), dem Arkadenhof mit Brunnen und einer großer Terrasse mit prächtigem Blick auf die Stadt und das Mühlviertel.


Linzer Schloss
Linzer Schloss
© Prof. Knierzinger

Linzer Schloss
Linzer Schloss
© Prof. Knierzinger

Pavillon im Linzer Schloss
Pavillon - Linzer Schloss
© Prof. Knierzinger

Friedrichstor
Friedrichstor
© Prof. Knierzinger

Weiterführendes#

Quellen#

  • G. C. Martinic, Österreichisches Burgenlexikon, Schlösser, Burgen und Ruinen, 1991
  • I. Haslinger, G. Trumler, So lebten die Habsburger, Brandstätter Verlag, 2007