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Seefestspiele Mörbisch Mörbisch, Burgenland #

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Seefestspiele Mörbisch
Seefestspiele Mörbisch - Eine Nacht in Venedig
Foto: Österreich Werbung/G. Popp

1957 fasste Herbert Alsen den Plan, Operetten-Spiele am Neusiedlersee zu veranstalten; bereits drei Monate später wurde durch Aufschüttungen im See der Riesenzuschauerraum und eine überdimensionale See-Bühne errichtet. Eröffnet wurden die ersten Seefestspiele 1957 mit Johann Strauß' "Der Zigeunerbaron".

Bot die Arena im ersten Jahr 1.200 Zuschauern Platz, so konnte sie 1958 bereits auf 1.500 Plätze und 1959 auf 3.000 Plätze erweitert werden. Heute weist der Zuschauerraum 6.000 Sitzplätze auf.

Nach dem Tod des Festspielgründers Herbert Alsen im Jahre 1978 übernahm Burgschauspieler Fred Liewehr interimistisch bis 1980 die Leitung der künstlerischen Geschicke der Seefestspiele; von 1980 (bis zu ihrem überraschenden Tod 1984) übernahm Franziska Schurli die Alleinverantwortung der Seefestspiele Mörbisch.

1984 übernahm TELETHEATER, eine Gesellschaft, die im mehrheitlichen Eigentum der Republik Österreich war, das administrative und künstlerische Management. Nach der Liquidation von Teletheater im Jahr 1989 trat Prof. Rudolf Buczolich die Intendanz der Seefestspiele Mörbisch an.

1992 übernahm Prof. Harald Serafin die Intendanz der Seefestspiele Mörbisch und leitete die bisher erfolgreichste Ära der Festspiele ein.

Seit seiner Übernahme der Intendanz haben die Seefestspiele eine in jeder Hinsicht bemerkenswerte Entwicklung vollzogen: so wurde in den Jahre 1993 bis 2003 praktisch das gesamte Festspielgelände neu gebaut bzw. erweitert: Orchestergraben, Besuchertribüne, Entrée, Verwaltungs- und Garderobentrakte, Bühnenboden, neue Zufahrt u.v.m.

Im Jahr 2006 wurde ein neues Beschallungssystem, das vom Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie entwickelt wurde und auch bei den Bregenzer Festspielen im Einsatz ist, in Betrieb genommen. Dadurch ist trotz der Größe der Bühne ein richtungsbezogenes Hören möglich.

Ab 9/2012 wird Dagmar Schellenberger die Intendantin werden.

Mit insgesamt 12 Spielzeiten ist Der Zigeunerbaron die mit Abstand am Häufigsten gespielte Operette in Mörbisch. Seit Jahren werden auch die Aufführungen der Seefestspiele vom ORF übertragen.

Quellen#


Redaktion: K. Ziegler