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Siebenhirten, Wien 23#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Wappen., Aus: Wikicommons
Wappen.
Aus: Wikicommons

Siebenhirten grenzt an Perchtoldsdorf, Brunn am Gebirge und Vösendorf (in Niederösterreich) und an Liesing und Erlaa (Wien 23). 1938 wurde Wien von 21 auf 26 Bezirke zu Groß-Wien erweiter tund im Zuge dessen Siebenhirten mit vierzehn weiteren niederösterreichischen Orten zum 25. Bezirk vereint. Nach dem Gebietsänderungsgesetz 1946/54 blieb Siebenhirten als Teil des 23. Bezirks (Liesing) bei Wien. Seit 1995 hat die U6 ihre Endstelle in Siebenhirten.

Das um 1150 urkundlich erwähnte Dorf entstand aus einer Zeilensiedlung am Petersbach. Lange bewahrte es seine Hausformen, Dreiseit- und Hakenhöfe. Im 15. Jahrhundert bestanden die Teufelsmühle und eine Kirche am Petersbach. Im 19. Jahrhundert brachte die Industrialisierung Aufschwung und Bevölkerungszuwachs. Das Industriegelände Liesing liegt im Nordwesten von Siebenhirten. 1978 - 1980 errichtete die Gemeinde Wien nächst der U6 die Anlage "Wiener Flur" mit 824 Wohungen. Sieben U-förmige, sechs- bis achtgeschossige Gebäude mit gestuften Fronten in Plattenbauwerise gruppieren sich um einen quadratischen Grünraum. Damit wollte das Architektentam Klara Hautmann-Kiss, Rudolf Hautmann und Friedrich Rollwagen errichtet an die Gemeindebauten der Zwischenkriegszeit anknüpfen. Nachdem die josephinische Pfarrkirche "Zum hl. Martin" durch einen Bombentreffer zerstört worden war, baute man 1952-1955 Ecke Ketzergasse/Endlwebergasse eine neue. Die Architekten Herbert Schmid, Otto Rinner und Otto Sobetzky planten einen Saalbau mit frei stehendem Glockenturm.

Das Wappen zeigt die Ziffer Sieben.

Quellen#


Redaktion: hmw