Solarbaum Gleisdorf - Austria-Forum : Heimatlexikon

Solarbaum Gleisdorf#

Der Sonne entgegen...#


Heimatlexikon - Unser Österreich


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Solarbaum
Der Solarbaum auf dem Hauptplatz von Gleisdorf ist ein Werk des Künstlers Hartmut Skerbisch.
© Reinhard M. Czar & Gabriela Timischl

Sonnenkollektoren
Detail aus der „Sonnenstadt“ Gleisdorf: Sonnenkollektoren überall dort, wo es nur irgendwie geht.
© Reinhard M. Czar & Gabriela Timischl

Rathaus
Das Rathaus, Ende des 19. Jahrhunderts errichtet, stellt den historischen Kontrast zum Solarbaum dar.
© Reinhard M. Czar & Gabriela Timischl

Ungewöhnliche „Dorflinde“: Statt Äpfeln oder Birnen ernten die Gleisdorfer von ihrem Solarbaum auf dem Hauptplatz saubere Energie von der Sonne.

Ein Baum auf dem Hauptplatz verdient an und für sich keine besondere Erwähnung. Nicht so im oststeirischen Städtchen Gleisdorf. Der Baum, der dort auf dem Hauptplatz steht, ist zumindest in der Steiermark, vermutlich aber weit über deren Grenzen hinaus einzigartig. Denn sein Stamm besteht aus Stahl, und an den Ästen hängen statt Blättern Sonnenkollektoren. Es ist ein Solarbaum. Der Gleisdorfer Solarbaum ist inzwischen so etwas wie das Wahrzeichen der Stadt geworden. Angesichts vieler Sonnenstunden setzen die Gleisdorfer nämlich auf Energie von der Sonne, und die Stadt hat sich zu einem Kompetenzzentrum in Sachen Solarenergie entwickelt. Der Solarbaum stellt das sichtbare Zeichen für die diesbezüglichen Anstrengungen dar.

Er wurde im Jahr 1998 errichtet. Für seine Gestaltung zeichnet der mittlerweile verstorbene Künstler Hartmut Skerbisch verantwortlich, dessen wohl bekanntestes Kunstwerk das Lichtschwert bei der Grazer Oper ist. Der Homepage der Stadt Gleisdorf können wir die technischen Daten dieser Mischung aus Kunst- und Kraftwerk entnehmen: Die Höhe beträgt 17,3 Meter, das Gewicht 12.700 Kilogramm. Die „Blätter“ an den fünf Ästen bestehen aus 140 Fotovoltaikmodulen. Bei besten Bedingungen liefert der Solarbaum 7.000 Watt beziehungsweise eine jährliche „Stromernte“ von rund 6.650 Kilowattstunden. Damit können rund 70 Straßenleuchten der Gleisdorfer Innenstadt mit Strom versorgt werden.


Text und Bilder mit freundlicher Genehmigung des Stocker Verlags aus dem schönen Buch:

Reinhard M. Czar & Gabriela Timischl. Geheimnisvolle Steiermark. Magisches, Besonderes, Kurioses und Unbekanntes. Leopold Stocker Verlag, Graz 2011.


--> Bestellung des Buches (Leopold Stocker Verlag)


« Diese Seite wurde am Mittwoch, 11. Juli 2012, 12:46 von System erstellt, zuletzt geändert am Montag, 8. April 2013, 13:51 von Ziegler Katharina (Version 3).
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