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Soleleitung Hallstatt - Ebensee#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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1595 bis 1607 wurde im Auftrag Kaiser Rudolfs II. eine Soleleitung von Hallstätter Salzberg Hallstatt über die alte Saline in Bad Ischl Bads Ischl zur neuen Saline Ebensee Ebensee (Bau ab 1604) verlegt. Sie bestand aus ineinander gesteckten ausgehöhlten Baumstämmen und nutzte weitgehend das natürliche Gefälle. Die heute noch existierende Soleleitung besteht inzwischen aus Kunststoffrohren.

In Hallstatt wird (siehe oben) seit ca. 4.000 vor Christi Salz abgebaut.

Zunächst wurde das Salz an Ort und Stelle hergestellt (d.h. aus dem gelösten Salzstein wurde durch Verdampfen Salz gewonnen). Als aber das dafür notwendige Brennmaterial Holz immer rarer wurde, baute man eine 40 km lange (!) Soleleitung nach Ebensee, wohin die Salzproduktion verlagert wurde.

Man kann vom Salzberwerk, zu dem eine Standseilbahn führt, dem Soleweg folgen, wobei man neben der Soleleitung auch das Gosautal (den "Gosauzwang") überquert. Die Soleleitung an dieser Stelle ist in dem unteren Gemälde zu sehen.

Alle drei Bilder wurden entlang des Solewegs aufgenommen, und sind nur ein Teil der ca. 20 erklärenden Tafel:

Man geht bei der Bergstation der Standseilbahn zunächst einige Stiegen hinunter, und dann mit wenig Gefälle einen Weg mit immer wieder schönen Aussichten ca. 2 Stunden entlang.

Ca. 30 Minuten nach der Überquerung des Gosauzwangs ist man fast am "unteren Ende" des Sees (knapp for dem Ort Steg): steigt man dort zur Straße ab, so findet man eine Schiffanlegestelle und eine Busstation, so dass man auf dem einen oder anderem Weg leicht zurück nach Hallstatt kommt.

ACHTUNG: Der Schrägaufzug ist ab Spätherbst bis Spätfrühling nicht in Betrieb.

Auch heute wird noch an Soleleitungen gebaut, wie in den untenstehenden Bildern gezeigt wird, wo sich modernste Maschinen unentwegt durch das Gestein fräsen um Platz für neue Soleleitungen zu machne, die tief in den Berg hinein reichen.

Quellen#

  • AEIOU

Redaktion: H. Maurer