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Stift Admont#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Deckenfresko
Deckenfresko (1995)
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Stift Admont
Stift Admont im Winter
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Stiftsbibliothek.jpg
Stiftsbibliothek (1995)
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Stiftskirche
Stiftskirche (1995)
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Wappenstein
Wappenstein des Abtes Urban Weber (1628-1659)
© IMAGNO

Wenige Kilometer vor dem Eintritt der Enns in das wildromantische Gesäuse liegt inmitten einer großartigen Gebirgslandschaft die Marktgemeinde Admont Admont, Steiermark mit dem gleichnamigen Benediktinerstift, dem ältesten bestehenden Kloster der Steiermark.

Die Gründung des Stiftes Admont geht auf Erzbischof Gebhard von Salzburg zurück, der am 29. September 1074 die erste Klosterkirche zu Ehren des Märtyrerbischofs Blasius einweihte. Durch die Jahrhunderte entwickelte sich das Stift zu einer Stätte der Pflege von Kultur und Wissenschaft und nahm auch ökonomisch einen rasanten Aufschwung. Ein Brand am 27. April 1865, der sich im gesamten Ort ausbreitete, vernichtete den größten Teil des Stiftsgebäudes.

1939 wurde das Kloster von den Machthabern des Dritten Reiches beschlagnahmt und als "volks- und staatsfeindliche" Institution aufgehoben. Erst 1945 konnte der Konvent wieder in das Stift einziehen und seine Arbeit aufnehmen.

Die barocke Stiftsbibliothek wurde um 1774 von J. Hueber nach Entwurf von J. G. Hayberger erbaut; Deckenfresken von B. Altomonte 1776, Lindenholzfiguren von J. T. Stammel, unter anderem "Die vier letzten Dinge" (1760). Die Stiftsbibliothek umfasst 200.000 Bände, 1400 Handschriften und 530 Frühdrucke; damit ist sie die größte und wertvollste Stiftsbibliothek der Welt. Schatz- und Paramentenkammer. Kunsthistorische und naturwissenschaftliche Stiftssammlungen; Museum für zeitgenöss. Kunst Smlg. H. Schwarz; alte Stiftsschmiede (1764) mit Schmiedekunstsammlung.

Quellen#

  • AEIOU
  • Bildlexikon
  • Museen

Weiterführendes#


Redaktion: K. Ziegler