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Strebersdorf, Wien 21#

Heimatlexikon - Unser Österreich

"Heimatlexikon - Unser Österreich"#

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Wappen., Foto: Hieke. Aus: Wikicommons
Wappen.
Foto: Hieke. Aus: Wikicommons

Die selbstständige Gemeinde Strebersdorf wurde 1911 in den 21. Wiener Gemeindebezirk (Floridsdorf) eingemeindet. Sie grenzt an Stammersdorf, Großjedlersdorf, an Jedlesee und Langenzersdorf (Niederösterreich). Durch den Süden von Strebersdorf verläuft ein Abschnitt des Marchfeldkanals.

Erste Besiedlungsspuren stammen aus der Steinzeit. Die älteste urkundliche Erwähnung datiert aus 1078. Bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts befand sich der Ortskern westlich des heutigen Nordwestdammes an der Scheydgasse. Aufgrund der Lage inmitten der Donauarme wurde der Ort 1440, wie die benachbarten Siedlungen, völlig zerstört. Die Bewohner von Strebersdorf siedelten sich daraufhin am Bisamberg an. Auch in der Folge blieben sie nicht von Hochwässern, Kriegen und epidemischen Krankheiten verschont.

Überregional bedeutende Bildungseinrichtungen in Strebersdorf sind die früher "Schulbrüder" und PÄDAK genannten Privatschulen. 1886 siedelte sich das "Institut der Brüder der Christlichen Schulen" an. Jetzt bietet das Schulzentrum Strebersdorf (De la Salle) in der Anton Böck-Gasse Buben und Mädchen die Möglichkeit zum Besuch des Kindergartens, der Volksschule, der Kooperativen Mittelschule, des Gymnasiums, des Realgymnasiums und des Oberstufenrealgymnasiums. In der Mayerweckstraße 1 befindet sich der "Campus Wien -Strebersdorf", als einer von vier Standorten der kirchlich-pädagogischen Hochschule Wien/Krems (früher Pädagogische Akademie der Erzdiözese Wien). Diese größte kirchliche Pädagogische Hochschule Österreichs ist eine europaweit einmalige Einrichtung. Die Erzdiözese Wien erhält diese nicht nur mit der Diözese St. Pölten sondern auch ökumenisch gemeinsam mit der Evangelischen, der Griechisch-Orientalischen, den Orientalisch-Orthodoxen und der Altkatholischen Kirche Österreichs.

Die Pfarrkirche Strebersdorf (Edmund-Hawranek-Platz 3) wurde um 1960 nach Plänen von Ladislaus Hruska erbaut. Die Fenster von Heinrich Tahedl zeigen die mehr als 50 Anrufungen der Lauretanischen Litanei. Dies nimmt auf das Patrozinium "Maria Königin" Bezug. Maria Schwarz gestaltete einen "Kreuzweg der Hoffnung" mit 15 60 x 80 cm großen farbenfroh bemalten Acryltafeln, deren letzte die Auferstehung zeigt. Seit 2000 befindet sich in der Kirche die "Strebersdorfer Madonna", einer Kopie der Gnadenstatue aus 1510, die lange verschollen war und die das Wien-Museum verwahrt. Das Wappen zeigt einen Torturm.

Quellen#


Redaktion: hmw