unbekannter Gast

Stubaier WildeWasserPark#

Heimatlexikon - Unser Österreich

"Heimatlexikon - Unser Österreich"#

Ein Projekt von ServusTV in Zusammenarbeit mit dem Austria-Forum

Grawa-Fall
Grawa-Fall im Stubaital
© Österreich Werbung/Niederstrasser

Im hinteren Stubaital liegt ein naturbelassenes, hochalpines Gewässersystem, das sich dem Publikum im "Stubaier WildeWasserPark" über den gleichnamigen Weg erschließt. Die obere Ruetz mit ihren Quellflüssen und Gletschern stellt ein naturbelassenes hochalpines Gewässersystem dar wie es in den gesamten Ostalpen kaum ein zweites Mal zu finden ist.

Der WildeWasserWeg will auf sanfte Weise die Besonderheiten erschließen und die ökologischen Zusammenhänge verständlich machen. Der Weg erschließt einen Aufstieg an der südwestlichen Uferkante des imposanten Grawa-Wasserfalls und endet an einem eindrucksvollen Aussichtspunkt, der den Blick auf Millionen Liter Wasser freigibt, die mit Urgewalt aus einem Felsspalt dringen.

Der behutsam angelegte Steig wurde von Stubaier Bergführern händisch gegraben und passt sich harmonisch ins einmalige Landschaftsbild ein, ohne es zu stören. Im Winter gilt der Grawa-Wasserfall als beliebtes Ziel für Eiskletterer, die wagemutig die gefrorenen Kaskaden erklimmen.

Ebenfalls im hinteren Stubaital zwischen den Orten Gasteig und Volderau stürzt sich der Mischbach-Fall über eine Felsstufe mehr als hundert Meter in die Tiefe. Der gewaltige Wasserlauf beeindruckt nicht nur durch seine Länge, sondern auch mit seinen Schleiern, die sich aus dem Sprühnebel bilden.

Der gesamte WildeWasserWeg ist in vier Tagesetappen zu begehen und führt die Wanderer an ausgeprägte Erscheinungsformen des Wassers im Hochgebirge. Entlang der Strecke gibt es für die Wanderer Übernachtungsmöglichkeiten in den verschiedenen Hütten. Kürzere Teilstrecken bis zu Tageswanderungen können vom Tal aus begangen werden.

Grawa-Fälle
Grawa-Fälle in Stubaital, Tirol
© Österreich Werbung/Mallaun

Ein großer Teil der Wege war bereits vorhanden, einige bisher schwer zugängliche Schluchten und Klammen wurden für diesen einzigartigen Park neu erschlossen:

1. Etappe: Tschangelair Alm – Sulzenauhütte#

3,5 Std. - 5,5 km - 803 m aufsteigend

2. Etappe: Sulzenauhütte – Dresdner Hütte#

3 Std. - 5,3 km - 531 m aufsteigend - 425 m absteigend

3. Etappe: Dresdner Hütte – Regensburger Hütte#

7 Std. - 12,4 km - 1.314 m aufsteigend - 1.331 m absteigend - höchster Punkt 2.880 m

4. Etappe: Regensburger Hütte – Falbeson#

2 Std. - 4 km - 1.076 m absteigend

Quellen#


Redaktion: K. Ziegler