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Teufelstein bei Fischbach#

Heimatlexikon - Unser Österreich

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Teufelstein bei Fischbach
Teufelstein bei Fischbach
© Willi Senft

In fast 1.500 Meter Seehöhe in der Nähe des Schanzsattels liegt in den Fischbacheralpen der Teufelsstein. - Luzifer wollte in den Himmel kommen, das wurde ihm in Aussicht gestellt, wenn er in der Christnacht einen Turm bis in den Himmel bauen könne. Das schaffte der „arme Teufel" aber nicht, und es blieben nur drei aufeinandergeschichtete Blöcke des unvollendeten Turmes übrig - der Teufelsstein.

Steht man vor diesen etwa acht Meter hohen Felsbrocken aus Urgestein, so erkennt man unschwer, daß die Ost- und Westseite behauen wurde. — Heimatforscher meinen, daß der Stein einen kultischen oder kalendarischen Zweck hatte. Die Wissenschaft muß sich natürlich sehr vorsichtig verhalten, und es gibt Gutachten, die keinen kalendarischen Sinn erkennen lassen. Exakt festgestellt wurde aber, daß der Teufelsstein in seinen Abständen und Winkelrichtungen zu „heiligen" Stätten der weiteren Umgebung merkwürdige Eigenheiten aufweist.

So liegen in einem genau gleichschenkeligen Dreieck in 14,77 km Entfernung die Kirche von St. Georgen am Gasenbach (1295 erstmals urkundlich genannt) und in der anderen Richtung in 14,78 km Entfernung die Georgibergkirche von Kindberg (1232 urkundlich genannt). - Das ist aber noch nicht alles, in einem flacheren gleichschenkeligen Dreieck liegen in 13,55 km Entfernung die Kirche St. Peter und Paul von Birkfeld (1295 urkundlich genannt) und in 13,53 km Distanz die Kirche St. Peter und Paul von Kindberg (1232 urkundlich genannt). - Einige der Kirchen stehen mit ziemlicher Sicherheit auf vorchristlichen Kultplätzen.

Sind das nur Zufälle? Biometriker der TU Graz haben ermittelt, daß nach dem mathematisch-statistischen Zufallsprinzip kein Zufall vorliegt.

Teufelsstein (teilweise von menschlicher Hand bearbeitet)

Wandertip#

Ausgangspunkt für eine Besteigung des Teufelssteins ist die Schanz (1.171m). Von diesem bekannten Straßenübergang geht man ein kurzes Stück in Richtung Fischbach und folgt dann der blauen Markierung (Nr. 740), einer gelben und einer grünen Markierung. Durch geschlossenen Hochwald geht es weiter, bis man bald zum Gipfelplateau des Teufelssteins mit seinen übereinander geschlichteten Steinblöcken (1.499 m) gelangt. (Von hier kann man übrigens fast eben zur Stanglalm weitergehen). Aufstiegszeit: l Std., Karte: Freytag & Berndt Nr. 4)

Quellen#

Text und Bild aus: Steirischen Geheimnissen und Kuriositäten auf der Spur, Hilde und Willi Senft, MEDIA Marketing G.m.b.H. 2000


Redaktion: Hilde und Willi Senft