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Heimatlexikon - Unser Österreich

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Die Trapp Familie#

Trappfamilie
Die Trapp-Familie auf Tournee in den USA, Photographie 1940
© IMAGNO/Archiv Hajek

Der große Ruhm der Familie beruht auf dem Filmerfolg von "The Sound of Music".

Der Film basiert auf der Autobiographie von Maria Augusta Kutschera, sie schrieb 1952 ihre Lebenserinnerungen unter dem Titel "Vom Kloster zum Welterfolg", die englische Ausgabe "Maria - my own Story" erschien 1972. Die in Wien Geborene war Erzieherin im Benediktinerkloster Nonnberg in Salzburg, als der verwitwete Baron Georg Ritter von Trapp eine Privatlehrerin für eine herzkranke Tochter suchte, empfahlen sie die Schwestern für diese Stelle. Sie wurde bald die zweite Frau des Barons, der aus erster Ehe sieben und mit ihr drei weitere Kinder hatte. Unter der Leitung des Geistlichen Franz Wasner (* 28. 12. 1905 Feldkirchen, Oberösterreich, † 21. 6. 1992 Salzburg) betrieb sie mit neun Kindern einen Chor. Dies war als Einnahmequelle wichtig, weil die Familie bei einem Bankenkonkurs ihr Vermögen eingebüßt hatte - u.a. errang der Trapp-Chor 1937 den 1. Preis des Musikwettbewerbs der Salzburger Festspiele.

Nach dem Anschluss an Deutschland im Jahre 1938 verließ die Familie Österreich. Mit den Einnahmen aus den Konzerten gelang es, in den USA zu überleben und 1941 eine Farm zu erwerben. Diese Farm in Vermont (Stowe) wurde zur Trapp Family Lodge ausgebaut und ist bis heute ein gutgehender Hotelbetrieb.

Zurück zum Film: Er wurde einer der erfolgreichsten Produktionen der Filmgeschichte. Der Film kam 1965 in die Kinos, mit Julie Andrews in der Hauptrolle. Er bekam eine weltweite Fangemeinde von den USA bis Japan.
Nach dem schon erfolgreichen Bühnenmusical "The Sound of Music" (geschrieben von Rodgers and Hammerstein, am Broadway fast 1.500 mal aufgeführt, 6 Tony Awards und als Schallplatte mehr als 3 Millionen mal verkauft) produzierte Robert Wise den Film "The Sound of Music" und führte gleichzeitig auch Regie.

Trapp-Sound of Music
Trapp-Sound of Music

1965 wurde "The Sound of Music" für 10 Oskars nominiert und bekam schließlich 5 (bester Film, beste Regie, bester Ton, bestes Drehbuch und beste Musical-Adaptierung). Für Julie Andrews, die die Hauptrolle spielte, war dieser Film der Beginn einer beispiellosen Karriere. Sie selbst sagte einmal in einem Interview, dass es für sie eine Ehre bedeutete, in einem Film, der so viele Menschen glücklich gemacht hat, mitgewirkt zu haben. Auch Eleanor Parker, die die Baroness spielte, war stolz, eine Rolle darin gespielt zu haben.

Die Kinderdarsteller, allesamt Laien, haben mit "The Sound of Music" keine Schauspielerlaufbahn begründet, sondern bürgerliche Berufe ergriffen und leben auf der ganzen Welt verstreut. Sie pflegen allerdings untereinander noch heute Kontakt und wie Charmian Carr - im Film die älteste Tochter Liesl - erzählt, fühlen sich alle ehemaligen "von Trapp- Kinder" noch heute wie einer großen Familie zugehörig. Zur 35 Jahre Feier kamen alle Filmkinder zwischen 31. Oktober und 7. November 2000 nach Salzburg zurück. Ein britischer Fernsehsender drehte eine Dokumentation. Lieder wie „The Hills are Alive“ wurden neu aufgenommen und die Szenen an den Originalschauplätzen nochmals gedreht. Die Dokumentation „After They Were Famous“ berichtet über die Lebensgeschichte aller Filmkinder und ihre Erfahrungen und Erlebnisse während der Dreharbeiten und wie „The Sound of Music“ ihr Leben beeinflusste.

Für Robert Wise als Produzent war es keineswegs von Anfang an klar war, dass "The Sound of Music" ein solch weltweites Echo hervorrufen würde. Doch schrieb er den überraschenden Riesenerfolg verschiedenen Faktoren zu: in erster Linie sprach die zugrunde liegende, auf wahren Begebenheiten beruhende, bewegende und berührende Familiengeschichte viele Menschen an. Dazu kam die bezaubernde Landschaft mit der wunderschönen Stadt Salzburg als Kulisse und die hervorragenden Schauspieler, die in dem Film mitwirkten.

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Redaktion: Hermann Maurer